Altbundespräsident Gauck gegen AfD-Verbotsverfahren

Joachim Gauck (Archiv)

Altbundespräsident Joachim Gauck spricht sich gegen ein AfD-Verbotsverfahren aus

Gevita Tagesresidenz

Joachim Gauck gegen AfD-Verbotsverfahren

Altbundespräsident Joachim Gauck lehnt ein Verbotsverfahren gegen die AfD ab. Bei einer Veranstaltung der „Rheinischen Post“ erklärte er, dass er nicht in⁣ einem langwierigen Prozess abwarten wolle, während die AfD weiter Stimmen sammelt. Gauck betonte, die Partei ⁢solle politisch gestellt werden, auch durch die Bürgergesellschaft.

Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

Gauck äußerte sich zu den Wahlerfolgen der AfD⁣ in ostdeutschen Bundesländern. Er ⁤sieht eine unterschiedliche Grundhaltung zwischen Ost- ‍und Westdeutschland. Im Westen hätten ⁢nach der Diktatur noch viele Menschen gewusst, wie Demokratie funktioniert. Im Osten​ hingegen hätten 56 Jahre ⁢Anpassung und Unterwerfung ihre Spuren hinterlassen. dies führe ⁢zu einer schwächeren Zivilgesellschaft in den⁤ ostdeutschen ‍Ländern.

populismus und gesellschaftlicher ⁣Wandel

Gauck wies darauf hin, dass auch im Westen Wahlkreise mit hoher AfD-Wählerschaft existieren. Populismus sei auch in ⁤der Schweiz und Skandinavien verbreitet. Er⁣ erklärte, dass Populismus aus dem ​Misserfolg gewählter Politiker resultiere. Wenn eine ‌demokratisch gewählte ‌Regierung als unentschlossen wahrgenommen ‌werde,könne dies den‌ Populismus stärken. Auch der gesellschaftliche Wandel und krisen spielten eine Rolle.

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