Erzeugerpreise im März 2026
Die Erzeugerpreise gewerblicher produkte lagen im März 2026 um 0,2 Prozent unter dem Niveau von März 2025. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erzeugerpreise um 2,5 Prozent, der höchste Anstieg seit August 2022.
Einfluss der Energiepreise
Der Rückgang im Jahresvergleich und der Anstieg im Monatsvergleich sind hauptsächlich auf die Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen. Die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten führten zu deutlichen Preisanstiegen bei Mineralölerzeugnissen. Erdgas und Strom verzeichneten im Vorjahresvergleich Preisrückgänge, während die Energiepreise im Monatsvergleich um 7,5 Prozent stiegen.
Preisentwicklung bei Gütern
Verbrauchsgüter waren günstiger als vor einem Jahr, während investitions-, gebrauchs- und Vorleistungsgüter teurer wurden. Ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 1,3 Prozent,im Monatsvergleich um 0,4 Prozent.
Detaillierte Preisänderungen
Mineralölerzeugnisse verteuerten sich im Jahresvergleich um 18,3 Prozent, im Monatsvergleich um 22,9 Prozent. Leichtes Heizöl kostete 55,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Erdgaspreise sanken im Jahresvergleich um 8,0 Prozent, stiegen jedoch im Monatsvergleich um 5,7 Prozent. Strompreise fielen im Jahresvergleich um 5,8 Prozent, stiegen im Monatsvergleich um 3,1 Prozent.
Investitions- und Gebrauchsgüter
Investitionsgüter waren im Jahresvergleich um 1,9 Prozent teurer, Gebrauchsgüter um 1,9 Prozent. Maschinenpreise stiegen um 1,7 Prozent, Kraftwagen und Teile um 1,2 prozent.
Verbrauchsgüter
Verbrauchsgüter kosteten 0,3 Prozent weniger als im vorjahr, aber 0,6 Prozent mehr als im vormonat. Nahrungsmittelpreise sanken um 1,4 Prozent im Jahresvergleich. Butter und Schweinefleisch wurden günstiger, während Rindfleisch und Kaffee teurer wurden.
Vorleistungsgüter
Vorleistungsgüter verteuerten sich um 1,5 Prozent im Jahresvergleich. Metallpreise stiegen um 8,2 Prozent,Edelmetalle um 72,8 Prozent. Holz- und Korkwaren wurden um 6,0 Prozent teurer, Pellets und Briketts um 26,8 Prozent.
Weitere Preisentwicklungen
Glaspreise stiegen um 3,8 Prozent, chemische Grundstoffe sanken um 2,4 Prozent. Papier und Pappe kosteten 2,3 Prozent weniger. Futtermittel und getreidemehl wurden ebenfalls günstiger.



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