Fuest sieht geringes Potenzial für Linnemanns Steuerpläne
Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Clemens Fuest, äußert sich skeptisch zu den Plänen von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zur Entlastung bei der Einkommensteuer. linnemann hatte vorgeschlagen, die Schwelle für den Spitzensteuersatz von rund 68.000 Euro auf 80.000 Euro Jahresbrutto anzuheben, um den sogenannten Mittelstandsbauch abzuflachen.
Entlastungspotenzial und Tarifverschiebung
Fuest erklärte gegenüber dem „Handelsblatt“, dass die Entlastung der Steuerzahler von der Höhe der Steuerentlastung abhänge. Eine Verschiebung des Tarifs, sodass der vorläufige Spitzensteuersatz später greife, könnte eine gewisse Entlastung bringen. In Kombination mit einer Abflachung des Mittelstandsbauches wäre die Entlastung größer.
Skepsis bei Gegenfinanzierung
Fuest äußerte Bedenken hinsichtlich der Gegenfinanzierung. Er betonte, dass eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes zwar möglich sei, aber es schwer sei, damit eine spürbare Entlastung der Mittelschicht zu finanzieren. Die Zahl der Steuerzahler mit sehr hohen Einkommen sei deutlich kleiner als die der Mittelschicht. eine anhebung könnte zudem zu einer Belastung der mittelständischen Unternehmen führen. Angesichts der investitionszurückhaltung in Deutschland müsse man abwägen, ob dieser Weg sinnvoll sei.
Nachhaltige Steuersenkungen
nach Ansicht von Fuest sind nachhaltige Steuersenkungen nur möglich, wenn die Staatsausgaben reduziert werden. „wer Steuern senken will, muss die Staatsausgaben senken“, sagte er.











