Landkreistag will Arbeitspflicht für Bürgergeld-Empfänger

Agentur für Arbeit (Archiv)
Toyota Scheidt

Der Deutsche Landkreistag (DLT) zeigt sich offen für eine Arbeitspflicht für Bürgergeld-Empfänger

Deutscher Landkreistag offen für Arbeitspflicht bei Bürgergeld

Der Deutsche Landkreistag (DLT) zeigt sich offen für die Einführung einer Arbeitspflicht für Bürgergeld-Empfänger. DLT-Präsident Achim Brötel widersprach in der „Bild“ der Einschätzung von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), dass eine solche Pflicht „zu teuer“ und „zu bürokratisch“ sei.

Arbeitsgelegenheiten als etabliertes Instrument

Brötel erklärte, dass Arbeitsgelegenheiten ein seit Jahren etabliertes Instrument seien, das von Landkreisen und Städten bereits für Asylbewerber genutzt werde. Besonders in Thüringen werde dieses Instrument erfolgreich eingesetzt. Er betonte, dass solche Tätigkeiten die Beschäftigungsfähigkeit stabilisieren, Struktur im Alltag geben und den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt erleichtern können.

Forderung nach breiterem Einsatz

Brötel forderte zudem, dass Beschäftigung nicht nur gefördert, sondern auch eingefordert werden sollte. Er kritisierte,dass der aktuelle Rahmen für Arbeitsgelegenheiten im Bürgergeld-System unnötig schwerfällig sei. Der bestehende Dreiklang aus Zusätzlichkeit, öffentlichem Interesse und Wettbewerbsneutralität müsse überarbeitet werden, um den Einsatz von Arbeitsgelegenheiten zu erleichtern.


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