Leerstand von Bundeswohnungen
3.192 Wohnungen im Besitz des Bundes stehen derzeit leer. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Caren Lay hervor, über die das Nachrichtenportal T-Online berichtet. Dies entspricht etwa neun Prozent des gesamten Wohnungsbestandes des Bundes.
Verwaltung durch die BImA
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet nach Angaben von August 2025 rund 37.000 Wohnungen für Bundesbedienstete, darunter bundespolizisten. Ein großer teil der leerstehenden Wohnungen ist mängelbehaftet oder befindet sich in der Sanierung. Fluktuation zwischen zwei Vermietungen macht nur einen kleinen Teil des Leerstands aus. Zudem gelten 955 Wohnungen als nicht marktaktiv und stehen dem Mietmarkt nicht zur Verfügung.
Kritik und Forderungen
Caren Lay, wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, kritisiert: „Angesichts des Mietennotstandes ist es absolut unverantwortlich, dass der Bund eigene Wohnungen leer stehen lässt.“ Sie bemängelt, dass Mängel nicht sofort behoben werden. Ein Problem sieht sie darin, dass die BImA hohe Beträge an den Bundeshaushalt abführen müsse und daher zu wenig Mittel für Sanierungen zur Verfügung habe.
Leerstand bei Gewerbeflächen
Auch bei den Gewerbeflächen ist der Leerstand hoch. Fast die Hälfte der bundeseigenen Flächen aus dem Bereich „Gewerbe und sonstige Liegenschaften“ steht leer. Insgesamt hält die BImA in diesem Bereich rund 5,5 Millionen Quadratmeter, von denen 2,6 Millionen unbenutzt sind. Dazu zählen Büro-, Lager- und Produktionsflächen.
Appell zur Sanierung
Lay fordert, die Sanierungen bundeseigener Wohnungen schnell zu beginnen und abzuschließen. Zudem drängt sie auf eine schnellstmögliche Vermietung der leerstehenden Wohnungen, um der Wohnungsknappheit in vielen Städten entgegenzuwirken.










