Linke fordert besseren Schutz obdachloser Menschen bei Kälte
Angesichts der frostigen Temperaturen in Deutschland fordert die Linke einen verbesserten Schutz obdachloser Menschen. In einem wohlhabenden Land wie Deutschland sei es unerträglich, dass Menschen auf der Straße erfrieren, weil staatliche Institutionen ihrer Vorsorgepflicht nicht nachkämen, sagte Sahra Mirow, Sprecherin der linkenfraktion für soziales Wohnen, der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Wegsehen sei keine politische Lösung,sondern unterlassene Hilfeleistung.
Forderung nach Datenerhebung zu kältebedingten Schäden
Zudem forderte die Linken-Politikerin die Bundesregierung auf, künftig zu erfassen, wie viele menschen infolge von Kälte gesundheitliche schäden erleiden oder sterben. Dass eine entsprechende Datenbasis fehle, sei ein eklatantes Versäumnis der Bundesregierung. Nur wer das Ausmaß der Not kenne, könne gezielte Hilfsprogramme entwickeln, sagte Mirow.
Aus einer Kleinen Anfrage der Linken geht hervor, dass der Bundesregierung keine Zahlen zu kältebedingten Todesfällen bei Obdachlosen vorliegen.
Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe warnt vor Lebensgefahr
Die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Sabine Bösing, bezeichnete die Kälte für Menschen, die ohne Schutz auf der Straße leben, als eine lebensbedrohliche Gefahr. Es sei nach ihren Worten traurige Realität, dass in jedem winter menschen an Unterkühlung sterben müssten, sagte Bösing der Zeitung.
Bund und Kommunen müssten sich nach Auffassung der Bundesarbeitsgemeinschaft um ausreichend Notunterkünfte, niedrigschwellige Hilfsangebote und langfristige Lösungen gegen Obdachlosigkeit kümmern.











