Cyberattacken: Neue Befugnisse für Sicherheitsbehörden geplant

Bundespolizei (Archiv)
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Die Bundesregierung plant, die Befugnisse deutscher Sicherheitsbehörden zur Abwehr von Cyberattacken zu erweitern und auch ausländische Angreifer ins Visier zu nehmen

Einleitung

Die Bundesregierung plant, die Befugnisse deutscher Sicherheitsbehörden zur Abwehr von Cyberattacken ⁢zu ​erweitern. Dies betrifft auch Angreifer aus dem Ausland.der „Spiegel“ berichtet​ über den Entwurf des Bundesinnenministeriums für ein Gesetz zur Stärkung⁣ der Cybersicherheit.

Erweiterte Befugnisse

Bundespolizei, Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollen künftig nicht nur Angriffe erkennen, sondern auch aktiv eingreifen können. Dies umfasst das Umleiten oder Blockieren von Datenverkehr, das Stilllegen von Systemen und in schweren ‍Fällen das Löschen oder Verändern von⁤ Daten.

Neue gesetzliche Regelungen

Das Bundespolizeigesetz⁢ soll um einen neuen‍ Paragrafen ergänzt werden, der „besondere Abwehrmaßnahmen“​ gegen ​Hacker erlaubt. Diese Maßnahmen können⁢ ohne Wissen der​ Betroffenen erfolgen, ⁤erfordern ⁢jedoch eine richterliche Anordnung.Bei akuter Gefahr⁣ kann diese auch nachträglich eingeholt werden.

Rolle des Bundeskriminalamts

das BKA soll ähnliche Befugnisse erhalten und die Zusammenarbeit mit⁢ ausländischen⁣ Sicherheitsbehörden koordinieren.Zudem soll es für‍ die Gefahrenabwehr bei Cyberangriffen mit außen- ​oder⁢ sicherheitspolitischer⁣ Bedeutung zuständig sein. BKA-Präsident Holger ⁣Münch hatte die‍ bisherigen Einschränkungen ​als „nicht ​mehr zeitgemäß“ bezeichnet.

Erweiterte Befugnisse für das BSI

Das BSI soll mehr Befugnisse zum Sammeln, ⁤Speichern und Analysieren von Daten erhalten. Telekommunikationsunternehmen ​und Digitalkonzerne sollen verpflichtet ⁢werden, sicherheitsrelevante Informationen zu liefern.Zuwiderhandlungen können mit Bußgeldern bis​ zu ⁢20 Millionen Euro geahndet werden.

Hintergrund

Eckpunkte für den Gesetzentwurf hatte das ‌Bundeskabinett ⁣bereits im vergangenen Sommer beschlossen. Bundesinnenminister​ Alexander Dobrindt (CSU) betonte Anfang des Jahres die Notwendigkeit,der zunehmenden Cybergefahr offensiver zu begegnen.


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