Bundesbankpräsident gegen Spritpreisbremse
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, lehnt direkte Eingriffe wie eine Spritpreisbremse ab. Er verweist auf gemischte Erfahrungen mit Preisfindungsmaßnahmen
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, lehnt direkte Eingriffe wie eine Spritpreisbremse ab. Er verweist auf gemischte Erfahrungen mit Preisfindungsmaßnahmen
Der frühere Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, fordert Bundesregierung und Bundeskartellamt auf, die Spritpreisentwicklung zu beobachten und mögliche Markteingriffe vorzubereiten. „Wenn die Weltmarktpreise steigen, steigen auch die Preise an den Tankstellen“, sagte Wambach der „Rheinischen Post
Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sören Pellmann, fordert eine Neuauflage des 9-Euro-Tickets wegen steigender Spritpreise
Angesichts steigender Spritpreise infolge des Iran-Krieges fordern Bundesländer von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Maßnahmen. „Das Bundeswirtschaftsministerium ist gefragt, das wettbewerbs- und kartellrechtliche Instrumentarium gegen solche Krisengewinne auch einzusetzen“, sagte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) der „Rheinischen Post
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann lehnt einen Spritpreisdeckel ab und fordert stattdessen eine Marktmachtkontrolle
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert das Bundeskartellamt auf, die Preissteigerungen bei Gas, Öl und Benzin zu prüfen. Er äußerte gegenüber der Funke-Mediengruppe, dass Mineralölkonzerne sich nicht auf Kosten der Verbraucher bereichern dürften. Klüssendorf betonte, das Kartellamt müsse bei kartellrechtlichen Verstößen entschlossen handeln. Zudem appellierte er an Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Entlastungen für die Bürger zu prüfen, um größere Belastungen zu vermeiden
Die SPD plant Maßnahmen zur Begrenzung der täglichen Preiserhöhungen für Benzin und Diesel. Fraktionsvize Esra Limbacher betonte in der „Rheinischen Post“, dass die Häufigkeit der Preissteigerungen an Tankstellen reduziert werden solle. Der Bundesrat hatte im November bereits einen Beschluss für transparente Kraftstoffpreise gefasst
Der Bremer Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) fordert angesichts der gestiegenen Benzinpreise seit Beginn des Iran-Krieges eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Diese hätten laut Bovenschulte die Preise für Benzin und Diesel kurz nach Kriegsbeginn erhöht und ihre Gewinnmargen auf Kosten der Autofahrer ausgeweitet.
„Wenn man sieht, wie die Ölkonzerne in Windeseile die Preise erhöht haben, dann besteht schon der Verdacht, dass sie den Krieg ausnutzen, um sich die Taschen vollzumachen“, sagte Bovenschulte der „Welt“.
Bovenschulte betonte die Notwendigkeit einer Spritpreisbremse, um die Belastung für die Verbraucher zu reduzieren
Ifo-Präsident Clemens Fuest lehnt staatlichen Eingriff an der Zapfsäule ab. „Ein Tankrabatt wäre in der aktuellen Lage schädlich“, sagte er der „Welt
Gabriel Felbermayr, neuer Wirtschaftsweiser, schließt Obergrenzen für Benzinpreise zur Inflationsabwehr nicht aus. Eine internationale Koordination sei denkbar
Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind nach dem Kriegsausbruch im Iran stark gestiegen. Ein Liter Super E10 kostete am Dienstag im Durchschnitt 1,897 Euro, 12,1 Cent mehr als vor einer Woche, so eine ADAC-Sprecherin
Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, rät Autofahrern, vor dem Tanken die Preise genau zu prüfen
Die Grünen fordern das Bundeskartellamt auf, die aktuellen Preissprünge an deutschen Tankstellen intensiver zu überprüfen
Der Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein warnt vor einem drastischen Anstieg der Benzinpreise in Deutschland
Mit zunehmendem Alter erhöhen sich die Beiträge zur Kfz-Versicherung erheblich