Hamburger stimmen gegen Olympia – Senat zieht Bewerbung zurück

Unterzeichnung der Vereinbarung zur Olympiabewerbung (Archiv)

Die Hamburger haben in einem Referendum mit 54,9 Prozent gegen eine Bewerbung ihrer Stadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele gestimmt, teilte das Statistikamt Nord mit

Anzeige AWO Sulzbach

Hamburg lehnt Olympia-Bewerbung ab

Die ‌Hamburger Bevölkerung hat sich in einem Referendum gegen eine Bewerbung ihrer Stadt für die Olympischen und ⁢Paralympischen spiele​ ausgesprochen. Nach​ Angaben des statistikamts Nord ⁢stimmten 54,9 Prozent der Wähler gegen die Pläne des Senats, während 45,1 Prozent dafür votierten. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent.

Reaktionen der ‌Politik

Hamburgs ⁢Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD)‍ erklärte, dass das votum für ‍den Senat verbindlich sei und die Bewerbung zurückgezogen werde. Er bedauerte⁢ das Ergebnis, betonte jedoch, dass die Stadtentwicklung und Infrastrukturprojekte weiterhin mit „aller Kraft“ verfolgt⁢ werden sollen. Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) bezeichnete das Ergebnis als „herbe‌ Enttäuschung“ und „verpasste Chance“, respektierte jedoch den Willen der Bürger. Sportsenator Andy Grote (SPD) ⁢dankte ⁢den Unterstützern der Bewerbung und kündigte an,die‌ „positive Energie“ für die bewegungsförderung von kindern und Jugendlichen zu nutzen.

Kritik und bedenken

Kritiker der Bewerbung verwiesen auf unkalkulierbare finanzielle Risiken sowie Belastungen für die Bevölkerung, die Stadt und die Umwelt. Zudem wurde befürchtet, dass die Mieten weiter steigen könnten und der Breitensport wenig profitieren würde.

Auswirkungen auf den Bewerbungsprozess

Durch das Votum scheidet Hamburg aus dem bewerbungsprozess aus und​ wird nicht wie geplant bis zum 4. Juni sein ‍Konzept beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen. Die Entscheidung über den deutschen Bewerber für die Spiele ‌2036, 2040 oder⁤ 2044 fällt nun ⁤zwischen München, berlin ⁤und der Region Rhein-Ruhr. ⁢Bereits⁢ 2015 war eine Hamburger⁤ Bewerbung ‍am Willen der Bevölkerung gescheitert.

Artikel teilen


Toyota Scheidt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen