Hamburg lehnt Olympia-Bewerbung ab
Die Hamburger Bevölkerung hat sich in einem Referendum gegen eine Bewerbung ihrer Stadt für die Olympischen und Paralympischen spiele ausgesprochen. Nach Angaben des statistikamts Nord stimmten 54,9 Prozent der Wähler gegen die Pläne des Senats, während 45,1 Prozent dafür votierten. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent.
Reaktionen der Politik
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erklärte, dass das votum für den Senat verbindlich sei und die Bewerbung zurückgezogen werde. Er bedauerte das Ergebnis, betonte jedoch, dass die Stadtentwicklung und Infrastrukturprojekte weiterhin mit „aller Kraft“ verfolgt werden sollen. Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) bezeichnete das Ergebnis als „herbe Enttäuschung“ und „verpasste Chance“, respektierte jedoch den Willen der Bürger. Sportsenator Andy Grote (SPD) dankte den Unterstützern der Bewerbung und kündigte an,die „positive Energie“ für die bewegungsförderung von kindern und Jugendlichen zu nutzen.
Kritik und bedenken
Kritiker der Bewerbung verwiesen auf unkalkulierbare finanzielle Risiken sowie Belastungen für die Bevölkerung, die Stadt und die Umwelt. Zudem wurde befürchtet, dass die Mieten weiter steigen könnten und der Breitensport wenig profitieren würde.
Auswirkungen auf den Bewerbungsprozess
Durch das Votum scheidet Hamburg aus dem bewerbungsprozess aus und wird nicht wie geplant bis zum 4. Juni sein Konzept beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen. Die Entscheidung über den deutschen Bewerber für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 fällt nun zwischen München, berlin und der Region Rhein-Ruhr. Bereits 2015 war eine Hamburger Bewerbung am Willen der Bevölkerung gescheitert.



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