Zwei größere Brände haben an einem Sonntag im Saarland Hunderte Einsatzkräfte beschäftigt. In Heusweiler-Bietschied geriet gegen 12.05 Uhr eine Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Geflügelbetriebs in Brand. In Freisen-Eitzweiler wurde gegen 15.42 Uhr zunächst ein Flächenbrand gemeldet, der sich auf angrenzende Flächen mit losem Baumbestand ausbreitete.
Brand in Heusweiler gelöscht
Der Brand in Heusweiler ist nach Angaben des Innenministeriums für Inneres, Bauen und Sport gelöscht. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und DRK im Einsatz. Es entstand ein Sachschaden in sechsstelliger Höhe. Menschen sowie Rinder und Hühner kamen laut Mitteilung nicht zu Schaden. Die Brandursache ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen entwickelte sich das Feuer im Bereich einer Werkstatt.
Vegetationsbrand in Freisen weitgehend unter Kontrolle
In Freisen-Eitzweiler ist der Vegetationsbrand nach Angaben der Behörde weitestgehend unter Kontrolle. Es laufen Nachlöscharbeiten. Aufgrund zahlreicher Glutnester am Boden werden diese nach Einschätzung von Landesbrandinspekteur Timo Meyer noch einige Stunden andauern.
Ein Hubschrauber der Polizei Rheinland-Pfalz unterstützte die Löscharbeiten. Die Kräfte aus Rheinland-Pfalz sind inzwischen aus dem Einsatz entlassen. Aktuell sind noch rund 210 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK aus dem Saarland sowie die Bundeswehr-Feuerwehr im Einsatz. Diese unterstützt insbesondere mit geländegängigen Fahrzeugen.
Bei dem Einsatz in Freisen-Eitzweiler wurden zwei Einsatzkräfte durch Rauchgas verletzt und zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Innenminister dankt Einsatzkräften
Innenminister Reinhold Jost äußerte sich anerkennend zu den Löscharbeiten:
„Mein ausdrücklicher Dank und meine Anerkennung gelten allen Einsatzkräften, die bei diesen beiden Brandlagen mit großem Engagement, hoher Professionalität und unter teilweise schwierigen Bedingungen im Einsatz waren. Ebenso danke ich den Landwirten, die mit ihren Maschinen zur schnellen Eindämmung des Brandes beigetragen haben. Besonders hervorheben möchte ich die professionelle Einsatzleitung und die enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus Rheinland-Pfalz. Mein Dank gilt ebenso der Bundeswehr-Feuerwehr aus Baumholder für ihre wichtige Unterstützung, insbesondere mit ihren geländegängigen Fahrzeugen. Den beiden verletzten Einsatzkräften wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung.“
Appell zur Vorsicht wegen Waldbrandgefahr
Mit Blick auf die aktuell hohe Brandgefahr appellierte der Innenminister an die Bevölkerung, die geltende Waldbrand-Gefahrenstufe ernst zu nehmen:
„Wo es knochentrocken ist, kann bereits ein kleiner Funke einen Brand auslösen. Deshalb bitte ich alle um besondere Vorsicht: Nicht dort grillen, wo dies nicht ausdrücklich erlaubt ist, im Wald und auf trockenen Flächen nicht rauchen und Fahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen oder Feldern abstellen. Auch ein heißer Auspuff oder Katalysator kann trockenes Gras entzünden. Jeder kann dazu beitragen, Brände zu verhindern.“



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