Das Zukunftsforum Handel im Saarland ist am 3. Juni zu seiner turnusmäßigen Sitzung zusammengekommen. Unter Leitung von Wirtschaftsminister Jürgen Barke diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen aktuelle Entwicklungen und Perspektiven des Einzelhandels im Land.
Beteiligt waren nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie (MWIDE) unter anderem die IHK Saarland, der Handelsverband Südwest e. V., der Saarländische Städte- und Gemeindetag, die Landeshauptstadt Saarbrücken, die Universität des Saarlandes, die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar), das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie die Gewerkschaft ver.di.
Zwischenbilanz zum Zukunftskonzept 2030
Im Mittelpunkt der Sitzung stand eine erste Zwischenbilanz zur Umsetzung des „Zukunftskonzepts für den Handel im Saarland 2030″. Dabei erörterten die Teilnehmenden bisherige Erfahrungen mit dem Förderprogramm für Kommunen zur Stärkung des Einzelhandels in Innenstädten und Ortskernen.
Laut Ministerium konnten über das Programm bislang 17 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von rund 2,1 Millionen Euro angestoßen werden. Als Beispiele stellten die Stadt Püttlingen ein Maßnahmenpaket zur Vitalisierung ihrer Innenstadt sowie die Gemeinde Mettlach ihr Citymanagement für das Ortszentrum vor. Beide Projekte wurden anschließend gemeinsam diskutiert.
„Der Einzelhandel befindet sich im Wandel. Diesen Wandel wollen wir aktiv mitgestalten, indem wir die Wettbewerbsfähigkeit des saarländischen Handels stärken und unsere Innenstädte als Orte des Einkaufens, Arbeitens und Lebens attraktiv halten. Der enge Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen ist dabei entscheidend.“
Wirtschaftsminister Jürgen Barke
Digitalcoach und E-Commerce-Netzwerk
Der Handelsverband Südwest e. V. präsentierte den „Digitalcoach für den Handel im Saarland“. Das vom MWIDE geförderte Angebot berät nach Angaben des Verbandes kleine und mittlere Einzelhandelsunternehmen bei der Planung und Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben.
Die IHK Saarland stellte das E-Commerce Netzwerk Saar vor, das Anfang des Jahres gegründet wurde. Es soll Unternehmen dabei unterstützen, Kompetenzen im Bereich E-Commerce auszubauen und neue Märkte zu erschließen.
Drittstaatenplattformen als Thema
Abschließend befasste sich die Runde mit den Auswirkungen von Onlinehandelsplattformen aus Drittstaaten auf den stationären Einzelhandel. Der Handelsverband Südwest stellte das Thema unter dem Titel „Drittstaatenplattformen versus ‚Der ehrlichste Shop der Welt'“ vor. Laut Ministeriumsmitteilung haben die Angebote und Praktiken solcher Plattformen in zunehmendem Maße negative Auswirkungen auf den lokalen stationären Handel.



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