Melfor kehrt in saarländische Regale zurück – St. Ingberts OB begrüßt Entscheidung

Essig-Würzmittel „Melfor Traditionell Sarre" soll ab Mitte Juli wieder erhältlich sein – Produktionsstandort St. Ingbert bleibt dennoch geschlossen

Aktuelles aus St. Ingbert | Bild: Stadt St. Ingbert St. Ingberter Oberbürgermeister Ulli Meyer begrüßt Entscheidung von Melfor: Saarländische Tradition kehrt in die Regale zurück

Das Unternehmen Melfor will sein Essig-Würzmittel „Melfor Traditionell Sarre" ab Mitte Juli wieder in den saarländischen Handel bringen. St. Ingberts Oberbürgermeister Ulli Meyer begrüßt die Ankündigung, verweist aber zugleich auf den weiterhin gültigen Verlust des Produktionsstandorts.

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St. Ingbert. Das Unternehmen Melfor will sein Essig-Würzmittel „Melfor Traditionell Sarre“ ab Mitte Juli wieder in den saarländischen Einzelhandel bringen. St. Ingberts Oberbürgermeister Ulli Meyer begrüßt die Entscheidung – mahnt aber gleichzeitig, dass die Schließung des Produktionsstandorts in St. Ingbert damit nicht rückgängig gemacht wird.

Reaktion auf Kundenfeedback

Nach Angaben des Unternehmens reagiert es mit der Wiedereinführung auf zahlreiche Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden aus dem Saarland und den angrenzenden Regionen. Anfang Mai hatte Melfor das Ende der Produktion am Standort St. Ingbert bekanntgegeben, was laut Meyer zu großer Enttäuschung in der Bevölkerung geführt hatte.

„Die vielen Reaktionen aus St. Ingbert und dem gesamten Saarland haben gezeigt, welchen Stellenwert Melfor für die Menschen in unserer Region hat. Die Rückkehr der saarländischen Rezeptur in die Verkaufsregale ist deshalb eine gute Nachricht für zahlreiche Verbraucherinnen und Verbraucher.“

Der Oberbürgermeister wertet die Entscheidung des Unternehmens als Zeichen verbraucherseitiger Einflussnahme:

„Die Entscheidung zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrer Stimme etwas bewegen können. Viele Menschen haben ihre Verbundenheit mit diesem Stück saarländischer Alltagskultur deutlich gemacht. Dass das Unternehmen darauf reagiert hat, ist ein wichtiges Signal.“

Produktionsende nach rund 75 Jahren bleibt bestehen

Trotz der positiven Nachricht betont Meyer, dass der Verlust des Werkes für St. Ingbert nicht zu relativieren sei. Nach rund 75 Jahren endet die Herstellung des Produkts in der Mittelstadt endgültig.

„Wir freuen uns über die Rückkehr des bekannten Produkts. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass die Produktion von Melfor in St. Ingbert nicht fortgeführt wird. Für unsere Stadt ist das Ende des Werkes ein Einschnitt, denn Melfor war über Jahrzehnte hinweg Teil unserer Industriegeschichte und unserer Identität.“

Die Wiedereinführung von „Melfor Traditionell Sarre“ ist nach Unternehmensangaben für Mitte Juli 2026 vorgesehen.

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