Die Bildungsministerkonferenz hat sich in Berlin mit den Entwicklungsmöglichkeiten des inklusiven Schulsports befasst. Das Saarland bringt dabei nach Angaben des Bildungsministeriums Erfahrungen aus den Special Olympics Nationalen Spielen 2026 ein.
Bericht auf Basis einer Länderumfrage
Grundlage der Beratungen war ein Bericht, der auf einer Länderumfrage zu bestehenden Angeboten und Maßnahmen beruht. Demnach gibt es in den Ländern bereits vielfältige Ansätze, um Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung den Zugang zu Sport und Bewegung zu ermöglichen. Die Angebote und Strukturen unterscheiden sich jedoch deutlich.
Für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt Geistige Entwicklung sind regelmäßige Sportangebote laut Mitteilung noch nicht überall ausreichend vorhanden. Weiteren Handlungsbedarf sieht der Bericht insbesondere bei der Verbindung von Schulsport und regelmäßigen Angeboten in Sportvereinen. Hier setzt nach Angaben des Ministeriums das Saarland an: Teilhabe soll im Schulalltag beginnen und darüber hinaus Bestand haben.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot sagte
„Gemeinsame Bewegung verbindet Kinder wie kaum etwas Anderes. Wenn sie auf dem Sportplatz miteinander lachen, sich anfeuern und über sich hinauswachsen, stärkt das ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und den Spaß am Sport. Die Eindrücke der Special Olympics 2026 im Saarland haben gezeigt, wie viel Begeisterung und Kraft im inklusiven Sport stecken. Genau dieses Gefühl wollen wir fest im Schulalltag verankern. Durch gut ausgebildete Lehrkräfte und enge Partnerschaften mit den Sportvereinen entsteht ein Umfeld, in dem jedes Kind die passende Chance bekommt mitzumachen.“
Special Olympics im Saarland
Die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 fanden vom 15. bis 20. Juni im Saarland statt. Nach Angaben des Ministeriums traten rund 4.000 Athletinnen und Athleten sowie Unified Partnerinnen und Partner in mehr als 27 Sportarten gemeinsam mit ihren Teams an. Tausende Gäste und Zuschauer begleiteten die Spiele.
Bestehende Angebote im Saarland
Nach Angaben des Ministeriums setzt das Saarland bereits auf weitere Angebote für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf:
- Landesjugendspiele: Sie finden seit mehr als vier Jahrzehnten statt. Alle 18 saarländischen Förderschulen wirken mit. Jedes Jahr kommen rund 1.500 Schülerinnen und Schüler bei Sportwettbewerben sowie gemeinsamen Bewegungs- und Spielangeboten zusammen.
- Rechtliche Grundlagen: Die Inklusionsverordnung und die modernisierte Förderschulverordnung bilden laut Mitteilung das Fundament für Chancengleichheit und individuelle Förderung.
- Fortbildungen: Der Bildungscampus Saarland bietet regelmäßig Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte an, unter anderem zu Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten in heterogenen Gruppen und zum Programm „Young Athletes“ von Special Olympics.







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