Die Bildungsministerkonferenz erweitert den gemeinsamen Kompetenzrahmen „Bildung in der digitalen Welt“ um KI-bezogene Kompetenzen. Schülerinnen und Schüler sollen laut Mitteilung lernen, Künstliche Intelligenz (KI) selbstbewusst, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Das Saarland setzt dazu nach eigenen Angaben Maßnahmen für Unterricht, Lehrkräftebildung und individuelle Förderung um.
Gemeinsame Grundlage der Länder
Mit der Erweiterung schaffen die Länder laut Mitteilung eine gemeinsame Grundlage, um KI-Fähigkeiten fächerübergreifend im Unterricht zu vermitteln.
Saarland nennt bestehende Voraussetzungen
Nach Angaben des Saarlandes bestehen bereits Voraussetzungen für digital gestütztes Lernen:
- die Online-Schule Saarland
- die landesweite Ausstattung mit digitalen Endgeräten
- der KI-Chatbot AIS.chat
Der Digitalpakt 2.0 eröffne zusätzliche Möglichkeiten, digitale Infrastruktur, Unterrichtsentwicklung und Lehrkräftebildung voranzubringen.
Unterstützung für Lehrkräfte
Lehrkräfte erhalten nach Angaben des Landes gezielte Unterstützung für den Einsatz von KI im Unterricht:
- Über die Online-Schule Saarland steht ein KI-Grundlagenkurs zur Verfügung. Der Bildungscampus Saarland ergänzt ihn durch weitere Fortbildungsangebote.
- Die Taskforce KI hat Unterrichtsmaterialien für Grundschulen entwickelt.
- Für weiterführende Schulen entwickelte sie digitale Kurse und Unterrichtsbausteine.
Die Materialien zeigen beispielsweise, wie KI beim kreativen Schreiben, beim Wortschatztraining oder beim Lernen mathematischer Inhalte genutzt werden kann.
Pilotierung nach den Herbstferien
Die Möglichkeiten KI-gestützter individueller Förderung werden weiterentwickelt. Nach den Herbstferien startet im Saarland die Pilotierung des Adaptiven Intelligenten Systems (AIS). Dabei sollen die Einsatzmöglichkeiten und der pädagogische Nutzen des Systems erprobt werden, bevor über einen breiteren Einsatz entschieden wird.
Ministerin: Eigenständigkeit stärken
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot sagte
„Künstliche Intelligenz verändert, wie wir lernen, wie wir Wissen nutzen und wie wir uns eine Meinung bilden. Digitale Mündigkeit darf keine Frage des Geldbeutels der Eltern oder der Herkunft sein. Unser Anspruch ist, dass alle junge Menschen die Chancen neuer Technologien nutzen können, ohne ihre Eigenständigkeit an sie abzugeben.“
Weiter sagte sie
„Denn KI kann keine menschliche Neugier, Empathie, Kreativität und kritisches Denken ersetzen. Bildung muss Kinder und Jugendliche stark machen, damit sie Informationen hinterfragen, Manipulation durch KI erkennen und selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen.“
Zur Umsetzung im Land erklärte die Ministerin
„Wir unterstützen unsere Lehrkräfte mit Fortbildungen und praxisnahen Materialien und wollen die Möglichkeiten von KI nutzen, um Kinder und Jugendliche entsprechend ihren individuellen Stärken und Bedürfnissen zu fördern.“
Und weiter
„Nicht die KI soll bestimmen, wie wir denken und fühlen und damit unsere Zukunft gestalten – sondern wir Menschen.“







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