Rüstungswirtschaft im Saarland: 130 Akteure beim zweiten Defense Economy Hub

Wirtschaftsministerium, IHK und gwSaar bündeln Kräfte für Sicherheits- und Verteidigungsbranche

Aktuelles aus der Saar-Wirtschaft

Das saarländische Wirtschaftsministerium veranstaltet gemeinsam mit der IHK Saarland und der gwSaar den zweiten Runden Tisch Rüstung. Rund 130 Vertreter aus Wirtschaft, Bundeswehr, Forschung und Politik kommen dabei in Saarbrücken zusammen.

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Das saarländische Wirtschaftsministerium lädt gemeinsam mit der IHK Saarland und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar (gwSaar) zum zweiten Runden Tisch Rüstung – Defense Economy Hub Saarland – ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 25. Juni 2026, im Haus der Wirtschaftsförderung in Saarbrücken statt. Erwartet werden laut Mitteilung rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Breites Teilnehmerfeld aus Wirtschaft, Bundeswehr und Politik

Vertreten sind nach Angaben des Ministeriums Unternehmen der Industrie und des Mittelstands, die Bundeswehr, Kammern, Förderinstitutionen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung. Der zweite Runde Tisch knüpft an eine Auftaktveranstaltung aus dem Vorjahr an, die laut Mitteilung auf große Resonanz gestoßen war. Auf Wunsch vieler Unternehmen werde der Austausch nun in einem dauerhaften Format fortgeführt.

Wirtschaftsminister Jürgen Barke begründet das Engagement seines Hauses so:

„Die sicherheits- und verteidigungspolitische Zeitenwende ist längst auch ein industriepolitisches Zukunftsthema. Das Saarland verfügt über einen starken industriellen Mittelstand, hochqualifizierte Fachkräfte und innovative Technologien. Diese Stärken wollen wir gezielt mit den Anforderungen der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft zusammenbringen und unseren Unternehmen neue Wachstumschancen eröffnen.“

Neue Koordinierungsstelle Defense & Security bei der gwSaar

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Vorstellung einer neu eingerichteten Koordinierungsstelle Defense & Security bei der gwSaar. Geschäftsführer Thomas Schuck erläutert deren Aufgaben:

„Die Koordinierungsstelle Defense & Security hat bereits mit ihrer Arbeit als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen begonnen, die den Einstieg in die Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft suchen oder ihre Aktivitäten in diesem Bereich ausbauen möchten. Die Koordinierungsstelle unterstützt bei Vernetzung, Förderfragen und der Orientierung in den regulatorischen Anforderungen der Branche bis hin zur Ansiedlung oder Erweiterung von Unternehmen.“

Dr. Frank Thomé, Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland, sieht das Saarland in einer aktiven Rolle:

„Das Saarland ist in dieser Zeitenwende kein Zuschauer. Wenn es uns gelingt, unsere Stärken konsequent zu bündeln, dann leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, sondern stärken zugleich auch unseren eigenen Wirtschaftsstandort mit zusätzlicher Wertschöpfung und neuen Perspektiven.“

Impulse aus Bundeswehr, Industrie und Beratung

Fachliche Beiträge liefern laut Mitteilung drei Referentinnen und Referenten:

  • Nadja Ohl vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) spricht über die Bundeswehr als Auftraggeber
  • Dr. Robert Weihofen von Rheinmetall behandelt den Einstieg in die Verteidigungswirtschaft
  • Dietrich Boß von PwC Deutschland erläutert die Anforderungen an Unternehmen entlang der Wertschöpfungsketten der Branche

Begleitend zur Veranstaltung informieren Förder- und Beratungseinrichtungen an mehreren Fördertischen über konkrete Unterstützungsangebote. Ziel sei es nach Angaben der Veranstalter, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten und Geschäftsfeldern zu erleichtern.

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