Die Landeshauptstadt Saarbrücken trägt das Klimaschutzmanagement seit Dezember 2025 aus eigenen Haushaltsmitteln. Zuvor hatte der Bund die Stelle finanziert. Mit dem Auslaufen der Förderperiode entschied sich die Stadt, die Aufgabe dauerhaft in der Verwaltung zu verankern.
„Mit der dauerhaften Etablierung des Klimaschutzmanagements in unserer Stadtverwaltung schaffen wir verlässliche Strukturen für eine der zentralen Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Klimaschutz ist eine gesamtstädtische Daueraufgabe. Wir wollen unsere strategischen Ziele konsequent weiterverfolgen und Maßnahmen weiterhin wirksam umsetzen. So stärken wir die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.“
So äußerte sich Oberbürgermeister Uwe Conradt zur Entscheidung.
Ziele und Grundlagen
Die Stadt hat in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben mehrere Grundlagen für ihre Klimapolitik geschaffen:
- Verabschiedung verbindlicher Klimaschutzziele, darunter Klimaneutralität bis 2045
- Erarbeitung und Beschluss eines integrierten Klimaschutzkonzepts durch den Stadtrat im Jahr 2022
- Regelmäßige Erstellung von Energie- und Treibhausgasbilanzen zur Erfolgsmessung
Das Klimaschutzmanagement koordiniert laut Mitteilung die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Konzept und entwickelt es fortlaufend weiter.
Bürgerinformation und Beteiligung
Zu den Aufgaben des Klimaschutzmanagements zählen auch Informations- und Beteiligungsformate für die Bevölkerung. Genannt werden unter anderem:
- der Umwelt- und Klimaschutzpreis
- der Wettbewerb KlimaKids
- die Veranstaltung Klima.con
- ein Mondscheinkonzert anlässlich der Earth Hour
- Informationsabende zu Themen wie Balkonkraftwerke und energetische Sanierung
Klimaschutz als Querschnittsaufgabe
Ein weiteres Ziel ist es, Klimaschutz strukturell in allen Fachbereichen der Verwaltung zu verankern. Das Klimaschutzmanagement bringt sich nach Angaben der Stadt bereits in Planungs- und Entscheidungsprozesse ein – etwa durch Stellungnahmen bei Bauleitplanverfahren. Mitarbeitende werden zudem durch Schulungen für das Thema sensibilisiert.
Bürgermeisterin Barbara Meyer forderte in diesem Zusammenhang finanzielle Unterstützung von Bund und Land:
„Es liegt an Bund und Land, die notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kommunen die notwendigen Investitionen auch bewältigen können.“



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