Die Landeshauptstadt Saarbrücken zeigt in Kooperation mit dem Institut d’Études Françaises Saarbrücken vom 8. Mai bis 5. Juni 2026 die Ausstellung „Frontières. Observer les marges pour questionner le monde“ – auf Deutsch: „Grenzen. Die Ränder betrachten und die Welt hinterfragen“. Zu sehen ist sie im Hauberrisser Saal des Rathauses St. Johann, montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt.
Eröffnung mit Fachvortrag und Publikumsgespräch
Die offizielle Eröffnung findet am Freitag, 8. Mai, um 18 Uhr im Rathausfestsaal statt. Nach einem Grußwort von Prof. Dr. Anne-Sophie Donnarieix, Leiterin des Institut d’Études Françaises, präsentiert die französische Politikwissenschaftlerin und Migrationsexpertin Prof. Dr. Catherine Wihtol de Wenden die Ausstellung. Sie hält zudem einen Vortrag zum Thema „Immigration et idées reçues à propos des frontières“ – „Einwanderung und Vorurteile über Grenzen“.
Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch statt, moderiert von Prof. Dr. Markus Messling von der Universität des Saarlandes und dem Käte Hamburger Kolleg CURE. Vortrag und Gespräch werden laut Ankündigung simultan ins Deutsche übersetzt.
Thema: Grenzen im 21. Jahrhundert
Konzipiert wurde die Ausstellung vom französischen Musée national de l’histoire de l’immigration. Sie beleuchtet Grenzen aus historischer, geografischer, wirtschaftlicher und menschlicher Perspektive.
Nach Angaben der Veranstalter begegnen Grenzen den Menschen in unterschiedlichen Kontexten – etwa im Umfeld neu errichteter Mauern, bei Kontrollen mit digitaler Identitätsprüfung, in Lagern von Menschen im Exil oder im Alltag von Grenzarbeiterinnen und Grenzarbeitern. Die Ausstellung thematisiert dabei die Ursachen zunehmender Migrationsbewegungen auf allen Kontinenten, jenseits einfacher Gegensätze wie Öffnung und Schließung von Grenzen.
Kartografische Darstellungen, Fotografien und Textarchive bilden die zentralen Ausstellungsmedien.
Texte auf Französisch, Übersetzungen verfügbar
Die Ausstellungstexte sind in französischer Sprache verfasst. Deutsche Übersetzungen stehen laut Mitteilung in einem Begleitheft sowie über einen QR-Code zum Anhören zur Verfügung.
Zahlreiche Kooperationspartner
Neben dem Institut d’Études Françaises Saarbrücken und der Landeshauptstadt Saarbrücken sind weitere Partner an der Ausstellung beteiligt:
- Palais de la Porte Dorée (Musée national de l’histoire et de l’immigration)
- Deutsch-Französische Gesellschaft Saar
- Käte Hamburger Kolleg CURE
- Universität des Saarlandes
- UniGR-Center for Border Studies
- Institut Français Stuttgart
- Institut Français Mannheim
- Centre culturel franco-allemand Freiburg
- Europe Direct Saarbrücken



Schreibe einen Kommentar