Die Polizei Saarland war mit Unterstützungskräften aus Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Einsatz. Die Bilanz fällt nach Polizeiangaben durchwachsen aus.
Bereits auf der Anfahrt stoppte ein Fanbus der Gästefans auf der A 620 im Bereich der „Alten Brücke“. Einzelne Personen stiegen aus. Die Polizei bewegte sie nach eigenen Angaben zur Rückkehr in den Bus, der dann zum Stadion begleitet wurde. Am Bahnhof wurden mehrere Platzverweise erteilt, um ein Aufeinandertreffen der Fangruppen zu verhindern.
Auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion warfen einzelne Gästefans Flaschen – auch in Richtung der eingesetzten Beamten. Verletzt wurde dabei niemand.
Am Einlass weigerte sich die aktive Heimfanszene zunächst, das Stadion zu betreten. Als Grund gaben Fans demnach die sichtbare Polizeipräsenz im Bereich der Saarlandhalle an, berichtete die Polizei in ihrer Pressemeldung. Nach einem Kooperationsgespräch entspannte sich die Lage, die Fans betraten anschließend das Stadion. Nach anderen Informationen protestierten die Heimfans des 1. FC Saarbrücken gegen die Kontrollen durch die Polizei. Kontrollen sollten stattdessen wie üblich durch die Stadionsecurity durchgeführt werden. Diese Informationen sind aber derzeit noch nicht offiziell bestätigt.
Während des Spiels wurde eine Mitarbeiterin eines Getränkestands im Heimbereich körperlich angegriffen und leicht verletzt. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein. Kurz vor Spielende wurden aus dem Gästebereich mehrfach Böller gezündet. Zwischen Heim- und Gästebereich kam es zu gegenseitigen Provokationen; der Ordnungsdienst verwies fünf Zuschauer aus dem Heimbereich.
Zwei Fans überstiegen Absperrungen und betraten das Spielfeld: Ein Fan aus dem Bereich der Gegentribüne wurde vom Sicherheitsdienst aus dem Stadion geführt, ein Gästefan von Polizeikräften gesichert und an den Sicherheitsdienst übergeben.
Die Rückbegleitung der Gästefans zum Bahnhof verlief nach Polizeiangaben weitgehend störungsfrei. Im Bahnhofsumfeld trafen Fans beider Vereine vereinzelt aufeinander; die Polizei musste mehrfach eingreifen und Platzverweise erteilen. Die Sperrung der Camphauser Straße wurde gegen 17:05 Uhr aufgehoben.


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