Kurze digitale Pausen verbessern Stimmung nur begrenzt
Kurze Auszeiten von Smartphone und anderen digitalen Medien können die Stimmung leicht verbessern. Das hat eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ergeben, wie die Universität am Donnerstag mitteilte. Die positive Wirkung halte jedoch nur etwa zwei bis drei Stunden an und sei insgesamt eher gering. Einen Einfluss auf das Stressempfinden konnten die Wissenschaftler nicht feststellen.
Aufbau und Ablauf der Studie
Untersuchungsgruppe und Erhebungszeitraum
Für die Studie beobachteten Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg über zwei Wochen hinweg das Verhalten von 237 jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren.
Erhebungsmethode und Datengrundlage
Statt konkrete vorgaben zum Medienverzicht zu machen, dokumentierten die Teilnehmer mehrmals täglich selbst, wann sie bewusst Abstand von digitalen Geräten nahmen und wie sie sich dabei fühlten. Dies geschah etwa durch das Weglegen des Handys oder das Stummschalten von Benachrichtigungen. Insgesamt werteten die Forscher über 12.000 solcher situationen aus.
Ergebnisse zur digitalen Auszeit
Bedeutung der Freiwilligkeit
Entscheidend für den positiven Effekt sei die freiwilligkeit,so ein zentrales Ergebnis der Untersuchung.„Basiert die Digital Disconnection auf einer eigenen Entscheidung oder wird sie als solche wahrgenommen, ist der benefit für das Wohlempfinden höher“, sagte die beteiligte Forscherin Alicia Gilbert.Werde der verzicht dagegen erwartet oder vorgeschrieben, könne sich dies den Angaben zufolge sogar negativ auf die Stimmung auswirken.
Veröffentlichung der Studie
die Studie zur Wirkung kurzer Auszeiten von digitalen Medien wurde im Fachjournal „Communication Research“ veröffentlicht.











