Kubicki will vorerst nicht FDP-Chef werden

Wolfgang Kubicki (Archiv)

FDP-Vize Wolfgang Kubicki unterstützt den Vorsitzenden Christian Dürr trotz der Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz. Dürr wurde vor zehn Monaten für zwei Jahre gewählt, so Kubicki im "Stern

Toyota Scheidt

FDP-Vize Kubicki unterstützt Parteivorsitzenden Dürr

Wolfgang Kubicki, stellvertretender Vorsitzender der FDP, hat nach dem Wahldebakel der Liberalen in Rheinland-Pfalz seine Unterstützung für den Parteivorsitzenden Christian Dürr bekräftigt. Dürr sei vor zehn Monaten für zwei Jahre mit großer Mehrheit gewählt worden, erklärte Kubicki im Gespräch mit dem „Stern“. eigene Ambitionen auf den Parteivorsitz habe er derzeit nicht.

Kubicki über die Zukunft der Partei

Kubicki betonte, dass die Partei mit ihm und Marie-Agnes Strack-Zimmermann zwar zwei bundesweit bekannte Persönlichkeiten habe, aber keinen langfristigen Aufbruch für die nächsten 20 Jahre verkörpern könne. Die Aufgabe sei es, andere profilierte Mitglieder zu stärken, damit sie öffentlich wahrgenommen werden.

Warnung vor Illoyalitäten

Der 74-Jährige warnte die FDP vor Illoyalitäten in der aktuellen Situation. „Wir sind am Boden“, sagte er und verglich die Lage mit der schwierigen situation von 2013.

Kritik an früheren Nachwuchshoffnungen

Kubicki äußerte sich kritisch über ehemalige Nachwuchshoffnungen der Partei. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass sich Johannes Vogel und Konstantin Kuhle ins Berufsleben zurückgezogen hätten, sagte er, dass es richtig sei, wenn sie „Geld verdienen“ wollten. Er betonte jedoch, dass diejenigen, die früher auf parteitagen die Richtung der FDP bestimmen wollten und sich nun verabschiedet hätten, mehr über sich selbst aussagten als über die, die weiterkämpfen.

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