Großbrand in Entsorgungsbetrieb für Spraydosen in Wellesweiler

Rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz – Anwohner evakuiert, drei Verletzte

Bild für die Nachrichtenkategorie "Saarland", im Bild soll sauber lesbar die Schrift "Saarland" zu lesen sein. Das Bild soll Bezug zum Saarland haben.

In einem auf Spraydosen spezialisierten Entsorgungsbetrieb im Neunkircher Stadtteil Wellesweiler ist am Nachmittag ein Großbrand ausgebrochen. Ein Löschroboter kam zum Einsatz, Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, drei Personen wurden verletzt.

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Im Neunkircher Stadtteil Wellesweiler ist es am Nachmittag zu einem Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb gekommen, der auf die Verarbeitung von Spraydosen spezialisiert ist. Nach Angaben des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport kam es infolge des Brandes zu einer massiven Rauchentwicklung.

Nach derzeitiger Einschätzung war ein Gebäude mit einer Fläche von rund 1.300 Quadratmetern auf einer Ausdehnung von etwa 30 mal 30 Metern betroffen. Angrenzende Vegetationsflächen, Wohnbebauung sowie gegenüberliegende Firmengelände wurden von den Einsatzkräften besonders berücksichtigt.

Löschroboter im Einsatz

Ein Löscheinsatz im Inneren der Lagerhalle war laut Mitteilung wegen der Gefahr explodierender Spraydosen für die Feuerwehrleute nicht möglich. Deshalb wurde unter anderem ein Löschroboter aus dem Landkreis St. Wendel eingesetzt.

Vor Ort waren rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Neunkirchen, Homburg und St. Wendel, der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, der Werksfeuerwehren Bosch und Saarstahl, des THW sowie Polizei und DRK. Landesbrandinspekteur Timo Meyer unterstützte die Einsatzleitung. Auch die Koordinierungsstelle für Bevölkerungsschutz des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport war besetzt und begleitete das Einsatzgeschehen.

Warnsystem ausgelöst, Häuser geräumt

Wegen der Rauchentwicklung wurde das Modulare Warnsystem (MoWaS) ausgelöst. Bewohner im Umkreis wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen und Belüftungen auszuschalten. Untersuchungen zur Luftqualität liefen nach Angaben des Ministeriums zum Zeitpunkt der Mitteilung noch.

Da der Betrieb unmittelbar an Wohnbebauung grenzt, wurden angrenzende Wohnhäuser geräumt. 20 der etwa 35 betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden in der nahegelegenen Kirche St. Johannes untergebracht. Kräfte der Hilfsorganisationen übernahmen die Betreuung sowie die psycho-soziale Notfallversorgung. Die übrigen Betroffenen kamen etwa bei Verwandten oder Freunden unter.

Drei Verletzte

Fünf Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug standen bereit, um insgesamt drei Verletzte zu versorgen. Eine Person musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte zudem mit Verpflegung und Betreuung der Einsatzkräfte.

Innenminister dankt Einsatzkräften

Innenminister Reinhold Jost äußerte sich zu dem Einsatz

„Mein besonderer Dank und meine große Wertschätzung gelten allen Einsatzkräften, die hier unter äußerst schwierigen und gefährlichen Bedingungen hervorragende Arbeit leisten. Die hochprofessionelle und enge Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und allen weiteren Hilfskräften ist gerade bei einem Einsatz dieser Größenordnung von entscheidender Bedeutung. Ich danke allen Beteiligten für ihren engagierten und besonnenen Einsatz zum Schutz der Bevölkerung. Mein Dank gilt auch den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Kooperation.“

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