Saarbrücken verspielt Zwei-Tore-Führung in Münster – 3:3 im Spektakel

Der 1. FC Saarbrücken dominiert eine Halbzeit lang gegen Preußen Münster, muss sich am Ende aber mit einem Remis begnügen

Preußen Münster – 1. FC Saarbrücken

Der 1. FC Saarbrücken führte bei Preußen Münster zur Halbzeit mit 3:1, ließ die Führung nach der Pause aber Schritt für Schritt entgleiten. Am Ende trennten sich beide Teams 3:3 – der FCS bleibt in der Tabelle einen Punkt hinter Münster.

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Ein torreiches Verfolgerduell in der 3. Liga hat keinen Sieger gefunden: Der 1. FC Saarbrücken und Preußen Münster trennten sich 3:3, nachdem die Saarländer eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gegeben hatten.

Blitzstart der Gäste

FCS-Trainer Argirios Giannikis hatte im Vergleich zur Heimniederlage gegen Ingolstadt zweimal gewechselt: Calogero Rizzuto ersetzte Philipp Fahrner in der Abwehr, im Sturm rückte Kai Brünker für Christian Kühlwetter in die Startelf. Die Umstellungen zahlten sich sofort aus. Nach einem Abschluss von Rizzuto konnte Münsters Torhüter Morten Behrens den Ball nur nach vorne abwehren, wo Alexander Staff zur frühen Führung abstaubte (4.).

Die Saarbrücker blieben in der Anfangsphase tonangebend. Kelsey Owusu setzte sich in der eigenen Hälfte gegen zwei Gegenspieler durch, zog Richtung Strafraum und erhöhte mit einem Flachschuss ins linke Eck auf 2:0 (19.) – eine Einzelaktion, die an Weltklasse-Niveau erinnerte.

Münster antwortete umgehend: Nach einer Flanke von Louis Kolbe verkürzte Charalambos Makridis per Kopf auf 1:2 (21.). Der Anschluss hielt jedoch nicht lange – erneut über die rechte Seite eingeleitet durch Rizzuto und Owusu, schob Florian Pick zum 3:1 ein (29.).

Vor der Pause verpasste Münster durch einen Lattentreffer den weiteren Anschluss (37.), auch der FCS ließ durch Daniel Gleiber eine weitere Chance liegen (39.). Mit einer verdienten 3:1-Führung ging es in die Kabine.

Münster dreht auf, Traumtor bringt den Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel kam Münster deutlich verbessert aus der Kabine. Innenverteidiger Lucas Zeller verkürzte per Kopf nach einer Freistoßhereingabe auf 2:3 (57.). Giannikis reagierte umgehend und brachte Kühlwetter sowie Maurice Multhaupt für die Torschützen Owusu und Staff (59.).

Doch das bessere Händchen bei den Wechseln hatte auf dieser Seite Münster-Trainer Thomas Wörle: Der eingewechselte Montell Ndikom traf mit seinem ersten Ballkontakt sehenswert über die Latte ins Tor zum 3:3 (62.).

Schlussphase ohne Entscheidung

In der Folge drängte Münster zeitweise auf den Führungstreffer, ein Fernschuss von Ryan Johansson wurde noch entschärft (68.). Auf der Gegenseite blieb Saarbrücken ebenfalls gefährlich: Eine Vorlage von Niko Bretschneider verwertete Brünker nicht (82.), zudem blieb ein Handspielappell der Münsteraner ohne Elfmeter (86.).

Auch in der Nachspielzeit blieben beide Teams ohne Erfolg – Abschlüsse von Pick und Multhaupt wurden geblockt. Es blieb beim 3:3.

Stimmen zum Spiel

„Wir haben ein Spitzenspiel gesehen. Wir haben bis auf sechs, sieben Minuten eine richtig starke erste Halbzeit gespielt. Die zweite Halbzeit will ich nicht schlecht reden, aber wir machen ein blödes Foul und fangen dann ein einfaches Tor. Hintenraus waren wir sehr nahe am Sieg. Es ärgert mich, dass wir die zwei Punkte hier haben liegen lassen“, sagte FCS-Trainer Argirios Giannikis.

Münsters Trainer Thomas Wörle sah es differenzierter

„Es war ein sehr wildes Spiel. Wenn wir Pech haben, ist das Spiel zur ersten schon gelaufen. Wir haben versucht, alle Kräfte zu bündeln. Wir haben nach dem Doppelschlag noch eine knifflige Aktion gehabt, wo es Handelfmeter geben kann. Auf der anderen Seite hatte Saarbrücken große Chancen. Für uns fühlt es sich an wie ein Sieg.“

Tabellensituation und Ausblick

Durch das Remis bleibt der 1. FC Saarbrücken auf Tabellenplatz sechs, einen Punkt hinter dem vierten Platz von Preußen Münster. Für den FCS geht es am Samstag (16.30 Uhr) zuhause gegen die SG Sonnenhof Großaspach weiter. Münster tritt bereits am Sonntag (16.30 Uhr) beim SV Waldhof Mannheim an.

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