DFKI und Inria gründen gemeinsames KI-Forschungszentrum

Absichtserklärung am Rande der Vivatech in Paris unterzeichnet – Saarbrücken spielt zentrale Rolle

Aktuelles aus der Saar-Wirtschaft

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das französische Forschungsinstitut Inria wollen ein gemeinsames deutsch-französisches KI-Zentrum aufbauen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Donnerstag in Paris unterzeichnet.

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Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das französische Forschungsinstitut Inria wollen ihre Zusammenarbeit institutionell vertiefen und ein gemeinsames deutsch-französisches KI-Forschungszentrum aufbauen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten DFKI-CEO Antonio Krüger und Inria-CEO Bruno Sportisse am 19. Juni 2025 am Rande der Technologiemesse Vivatech in Paris.

Anwesend bei der Unterzeichnung waren nach Angaben des saarländischen Wirtschaftsministeriums Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sowie der französische Forschungsminister Philippe Baptiste.

Forschung, Transfer und Startup-Förderung

Mit dem neuen Zentrum sollen laut Mitteilung gemeinsame Forschungsaktivitäten, Technologietransfer, Startup-Förderung sowie die Zusammenarbeit mit Unternehmen ausgebaut werden. Als übergeordnetes Ziel nennt das Ministerium den Ausbau europäischer Kompetenzen in der Künstlichen Intelligenz sowie die Stärkung der technologischen Souveränität Europas.

Die Partnerschaft zwischen DFKI und Inria geht nach Angaben des Ministeriums auf gemeinsame Forschungsprojekte der Standorte Saarbrücken und Nancy zurück und werde seit 2020 kontinuierlich vertieft.

Saarland als Knotenpunkt der Zusammenarbeit

Dem Saarland kommt bei dem Vorhaben nach Darstellung des Ministeriums eine besondere Rolle zu. Von Saarbrücken aus würden grenzüberschreitende Aktivitäten in der Großregion koordiniert – unter anderem über das europäische KI-Netzwerk CAIRNE sowie durch die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Partnern.

Wirtschaftsminister Jürgen Barke erklärte dazu

„Kohle und Stahl waren das Fundament der europäischen Einigung. Künstliche Intelligenz kann zu einem neuen gemeinsamen Zukunftsprojekt Europas werden. Die deutsch-französische Zusammenarbeit stärkt Europas technologische Souveränität in einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Dass diese Partnerschaft aus der Zusammenarbeit zwischen Saarbrücken und Nancy gewachsen ist, zeigt die besondere Rolle unseres Landes als Brücke zwischen Deutschland und Frankreich.“

Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei David Lindemann ergänzte:

„Die Verbindung von exzellenter Forschung, internationaler Zusammenarbeit und wirtschaftlicher Anwendung ist entscheidend, damit Europa bei der Künstlichen Intelligenz wettbewerbsfähig bleibt. Das neue KI-Zentrum ist ein starkes Signal für die deutsch-französische Innovationskraft und die Bedeutung des Saarlandes als europäischer Wissenschafts- und Technologiestandort.“

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