Nach den Anschlägen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen setzt sich das Bundeswirtschaftsministerium für einen besseren Schutz der Stromnetze ein.Der russische Angriffskrieg, vermehrte Sabotageakte auf die Wirtschaft und zunehmende Extremwetterereignisse machten deutlich, dass sich Deutschland und die Wirtschaft auch mit Blick auf ihre kritische Infrastruktur (KRITIS) besser wappnen müssten, sagte ein Ministeriumssprecher den zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Freitagsausgaben). Sabotagen gegen kritische Infrastrukturen stellten aus Sicht des Ministeriums eine ernstzunehmende Gefahr dar, ergänzte er.
Maßnahmen und Prioritäten
Schwachstellenidentifikation
Das Ministerium und die Bundesnetzagentur (BNetzA) haben Schwachstellenanalysen angestoßen. Dies geschah bereits im Nachgang zu dem Stromausfall in Berlin im Januar. In den Analysen werden kritische Elemente im System und etwaige Gegenmaßnahmen identifiziert.
Stärkung der Resilienz und Kraftwerksbau
Die Vorfälle verdeutlichten, wie wichtig es ist, die Resilienz des Stromsystems konsequent zu stärken, so der Sprecher. Das Wirtschaftsministerium und die BNetzA stehen in engem Austausch mit betroffenen Stakeholdern sowie der Branche. Wo erforderlich, setzten sie Maßnahmen konsequent um. Der Bau von Kraftwerken im rahmen des jüngst verabschiedeten Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetzes (StromVKG) sei ein zentrales Element der Sicherung der Stromversorgung. Das Gesetz sieht verschiedene ausschreibungen für neue Kraftwerkskapazitäten vor, um im Zuge des geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom zu gewährleisten.
Beschleunigter Wiederaufbau
Ein weiterer Schwerpunkt ist der beschleunigte Wiederaufbau der Stromversorgung bei Ausfällen. Das Vorhalten von kritischen Ersatzteilen soll den Wiederaufbau beschleunigen. Zudem soll die Verbesserung der Koordination unter den betroffenen den Wiederaufbau im Fall der Fälle signifikant verkürzen.
Einschätzung zur Versorgungssicherheit
Der Ministeriumssprecher hob hervor, dass die Stromversorgung in Deutschland sicher sei. Die jüngsten Vorfälle hätten dies gezeigt. Die Stabilität des Stromsystems war zu jeder Zeit gewährleistet. Die allgemeine Stromversorgung war nicht beeinflusst.



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