Geplante Zuckersteuer könnte höhere Einnahmen bringen
Die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer auf süße Getränke könnte dem Staat nach Berechnungen von Verbänden der Lebensmittelindustrie deutlich höhere Einnahmen bescheren als ursprünglich angenommen. Laut einem Bericht der „Bild“ belaufen sich die geschätzten jährlichen Mehreinnahmen durch die Steuer sowie die zusätzliche Mehrwertsteuer auf insgesamt 3,97 Milliarden Euro. Im Bundeshaushalt sind bislang Mehreinnahmen von 450 Millionen Euro pro Jahr eingeplant.
Auswirkungen auf Verbraucherpreise
Je nach Zuckergehalt könnten sich die Preise für Limonaden- und Cola-Kästen um 2,50 euro bis 4,50 Euro pro Kasten erhöhen. VDM-geschäftsführer Jürgen Reichle äußerte gegenüber der „Bild“, dass die geplante Steuer die höchste Verbrauchssteuer für Getränke in Europa darstelle. Er betonte, dass wie beim Benzin auch bei Getränken die Verbraucher in Deutschland die Kosten tragen würden.
Kritik aus der Wirtschaft
Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des deutschen brauer-Bundes, kritisierte die Pläne scharf.Er forderte wirksame Entlastungen für Wirtschaft und Verbraucher statt neuer Steuern. Eichele argumentierte, dass die Politik nicht einerseits bezahlbare Lebensmittel fordern und andererseits eine Sondersteuer auf Getränke einführen könne.Diese Pläne seien maßlos und das falsche Signal.



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