Klimawandel und stromausfälle
Eine neue Studie des europäischen Forschungsnetzwerks „Econpol“ zeigt, dass der Klimawandel in vielen Ländern zu häufigeren Stromausfällen führen könnte. Die Untersuchung,die am dienstag vorgestellt wurde,analysierte Stromausfälle im Verbrauchernetz in deutschland,Australien,Brasilien,China und Mexiko zwischen 2013 und 2023.
ergebnisse der Studie
In Deutschland ist die Zahl der ungeplanten Stromausfälle im Winter am niedrigsten und steigt im Hochsommer deutlich an. Im Juli erhöhte sich die Zahl der Stromausfälle um 53 Prozent im Vergleich zum Dezember. Ein Beispiel ist der Sturm Niklas am 31. März 2015, bei dem 1.887 Unterbrechungen an einem tag registriert wurden. Filippo Pavanello vom Ifo-Institut, das an der Studie beteiligt war, erklärte, dass extreme Hitze, Gewitter und stärkere Stürme im Sommer das deutsche Stromsystem belasten.
Internationale Vergleiche
Im Vergleich zu Brasilien oder Mexiko kommt es in Deutschland seltener zu Stromausfällen. Ungeplante Ausfälle dauern in Deutschland durchschnittlich 1,5 bis 2 Stunden. Nur in einem Prozent der Fälle fiel der Strom länger als 18 Stunden aus. In China dauerten viele Ausfälle mehr als 6 Stunden, in Extremfällen sogar 73 Stunden.
Vernetzung und Risiken
Die fortschreitende Vernetzung der europäischen Stromnetze stabilisiert die Versorgung in Deutschland, da Ressourcen aus verschiedenen Ländern genutzt werden können, um Ungleichgewichte auszugleichen. gleichzeitig steigt das Risiko von Kettenausfällen, wenn sich Störungen schnell über Grenzen ausbreiten. Die Forscher betonen die Notwendigkeit einer koordinierten Steuerung, gemeinsamer Betriebsregeln und eines Informationsaustauschs.



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