Kritik der Stahlindustrie an EU-plänen
Die Stahlindustrie äußert scharfe Kritik an den Plänen der EU-Kommission, die „Buy European“-Regeln zu lockern. Marie jaroni, Chefin von thyssenkrupp Steel, sagte dem „Spiegel“: „Made with Europe ist keine Alternative zu Made in Europe.“ Sie warnt, dass der ansatz wirkungslos werde, wenn alle rund 70 Länder mit EU-Handelsabkommen einbezogen würden. „Kanada, USA, China, Indien handeln und schaffen Regeln für lokale Produktion, Europa schaut vom Spielfeldrand zu.“
Geplante Änderungen für die Stahlindustrie
Die EU-Kommission plant, die Regeln für die Stahlindustrie zu ändern, die bisher durch Importzölle geschützt ist. Laut einem Entwurf soll in der öffentlichen Beschaffung mindestens 25 Prozent des Stahls CO2-arm sein.Eine explizite Regelung für Stahl „Made in Europe“ entfällt.
Hintergrund des Gesetzespakets
Das gesetzespaket, das die EU-kommission voraussichtlich nächste Woche vorlegen wird, sieht Quoten für strategische Sektoren wie Stahl, Zement, Batterien und Solartechnik vor. Bei staatlichen Einkäufen oder Förderungen soll ein Mindestanteil der Materialien CO2-arm und in der EU hergestellt sein. Bundeskanzler Friedrich merz (CDU) schlug vor,aus „Made in Europe“ ein „Made with Europe“ zu machen,um Länder mit Handelsabkommen einzubeziehen.











