Umfrage: Viele Gastronomen wollen Preise erhöhen

Bedienung in einem Café (Archiv)

Trotz gesenkter Mehrwertsteuer planen 22 Prozent der Gastronomen Preiserhöhungen

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Preiserhöhungen in der gastronomie trotz gesenkter Mehrwertsteuer

Eine Umfrage des Deutschen Hotel- und​ Gaststättenverbands (Dehoga) zeigt, dass 22 Prozent der Gastronomen trotz gesenkter Mehrwertsteuer ihre⁢ Preise erhöhen wollen.Die Umfrage wurde unter knapp 700 Betrieben durchgeführt und vom „Handelsblatt“ berichtet.

Herausforderungen ⁢für die Gastronomie

Dehoga-Präsident Guido Zöllick erklärte, die Branche stehe unter erheblichem Druck. sinkende Umsätze und steigende Kosten,​ insbesondere beim Personal durch den erhöhten Mindestlohn, ⁢belasten ⁢die Betriebe. Die Mehrwertsteuersenkung auf Speisen vor Ort auf sieben Prozent sei zwar ein wichtiger Schritt, aber der gleichzeitige Anstieg des ⁢Mindestlohns auf 13,90 Euro zwingt ⁤über 22 Prozent der Betriebe ‍zu Stellenabbau.

Wirtschaftliche Lage der Betriebe

Laut ⁤Zöllick arbeiten viele Restaurants am Limit. Mehr als ein Drittel der Gastronomen (34,8 Prozent) bewerten ihre geschäftliche Lage als schlecht oder sehr schlecht. Jeder zweite Betrieb leidet unter sinkenden Gästezahlen, Nettoumsätzen und Gewinnen.

Insolvenzen⁣ und Risikoeinschätzungen

Die Zahl der Insolvenzen in der Gastronomie stieg 2025 um knapp ‍32 Prozent ⁢auf 1.819⁢ Fälle, wie die⁤ Wirtschaftsauskunftei⁢ Crif ermittelte. Aktuell stuft Crif 14.400 ⁣Gastro-Unternehmen als insolvenzgefährdet ein. Besonders betroffen sind ⁣kleine, familiengeführte Lokale,‍ denen es oft an finanzieller Stabilität fehlt, um die Kostensteigerungen zu bewältigen,⁣ so Crif-Deutschlandchef Frank Schlein.

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