Ölpreis-Schock könnte Industrielöhne in Deutschland drücken

Stahlproduktion (Archiv)

Der Anstieg der Energiepreise durch den US-Angriff auf den Iran könnte Beschäftigten in der deutschen Industrie Einkommenseinbußen bringen

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Anstieg der Energiepreise und Auswirkungen auf die deutsche Industrie

Der jüngste Anstieg der Energiepreise infolge des US-Angriffs auf den Iran könnte vielen Beschäftigten in der deutschen Industrie Einkommenseinbußen bescheren. Dies geht aus einer Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervor.

Studienergebnisse

„Wenn Energiepreise um zehn Prozent steigen,dann drücken sie damit die Löhne in den betroffenen deutschen Industrieunternehmen im Schnitt um 0,34 Prozent“,erklärte IWH-Ökonom Steffen Müller dem „Spiegel“. Ein kräftiger Preisschock kann reguläre Lohnerhöhungen nahezu aufzehren, insbesondere in energieintensiven branchen. Die Studie basiert auf der Analyze von über 20.000 Unternehmen zwischen 2003 und 2017.

Asymmetrische wirkung

Auffällig ist eine asymmetrische Wirkung: „Wenn die Energiepreise wieder sinken, geben die Firmen das nicht in Form steigender Löhne an die Beschäftigten weiter. Nur wenn es schlecht läuft, verändern sich die Löhne“, so Müller. Diese Effekte treten meist erst mit Verzögerung auf. „Die Lohneffekte stellen sich nicht nach zwei Wochen ein, sondern nur dann, wenn der preisschock von Dauer ist.“

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