Ökonomen legen Zehn-Punkte-Plan für Reformen vor

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Die Ökonomen Markus Brunnermeier und Stefan Kolev präsentieren eine Strategie zur Modernisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland

Einleitung

Die Ökonomen Markus Brunnermeier und Stefan Kolev haben eine Strategie zur Modernisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland vorgestellt. Das Papier mit dem Titel „Agenda des Aufbruchs: Zehn-Punkte-Plan für ein resilientes Deutschland“ umfasst Vorschläge in verschiedenen politikfeldern, wie das „Handelsblatt“ berichtet.

Hauptteil

Brunnermeier, der an der universität Princeton lehrt, und Kolev, Leiter des Ludwig-Erhard-Forums in Berlin, schlagen unter anderem eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes vor. Dazu gehören neuartige Tarifverträge und Bildungsgutscheine. Zudem fordern sie eine Umstrukturierung der Unternehmenssteuern, Entlastungen bei der Einkommensteuer sowie eine Neuaufstellung der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Politische Verhandlungen

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben das gesamte Wochenende über Reformvorschläge verhandelt. Ob die Regierung sich auf ein umfassendes Reformpaket einigen kann, bleibt unklar. Brunnermeier und Kolev bieten ihre Unterstützung an. „Die zehn Punkte bilden den bewusst lagerübergreifenden Kompass für eine umfassende Reformagenda“, schreiben sie. „Wir arbeiten die notwendigen Reformen in allen Bereichen der Wirtschaftspolitik heraus, die es wegen der vielen gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Reformen als Ganzes braucht.“

Hintergrund

Aus Sicht von Brunnermeier und Kolev ist „resilienz“ entscheidend, um Deutschlands Wohlstand zu sichern. „Resilienz ist die Fähigkeit, sich nach dem Schock nach vorn zu bewegen und sich dabei neu zu erfinden: sich schnell an eine neue Normalität anzupassen, ohne den sozialen Zusammenhalt zu verlieren“, erklären sie. Eine „Um-Industrialisierung“ der deutschen Wirtschaft sei notwendig. Die bisherigen industriellen Fähigkeiten müssten auf Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Quantencomputing, neuartige Werkstoffe und noch nicht existierende Geschäftsmodelle umgeschwenkt werden.


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