Textilverband fordert Einbindung der Industrie in Planung eines neuen Textilgesetzes
Der Gesamtverband der Textil- und Modeindustrie erwartet von der Bundesregierung eine enge Zusammenarbeit mit den deutschen Herstellern bei der Entwicklung eines neuen Textilgesetzes. das sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes,Uwe Mazura,der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Er bezog sich dabei auf Pläne von Umweltminister Carsten Schneider (SPD), der Hersteller von Fast-Fashion-Kleidung künftig an den Entsorgungskosten beteiligen will.
Position des gesamtverbandes
Mazura erklärte,es wäre ein „Irrwitz“,deutsche qualitätshersteller und Modemarken pauschal für entsprechende Abfallströme in Haftung zu nehmen. Wenn Hersteller finanziell herangezogen werden sollten, müssten sie auch mitbestimmen können, wie die sogenannte Erweiterte Herstellerverantwortung umgesetzt werde.
Der Verband freue sich daher auf den Dialog mit dem Umweltminister, sagte Mazura.
Forderung nach Stärkung der heimischen Industrie
Mazura betonte, die Unternehmen der Branche verfügten über Wissen, Know-how und Fähigkeiten, um nachhaltig und in Kreisläufen zu denken und zu handeln. Die Bundesregierung müsse der eigenen Industrie den Rücken stärken, anstatt dem textilen Mittelstand neue Hürden in den Weg zu stellen und zusätzliche Kosten zu verursachen, sagte der Hauptgeschäftsführer.











