IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland angepasst. Für 2026 wird ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet, für 2027 von 1,0 Prozent. Dies stellt eine Reduzierung um 0,1 Prozentpunkte für 2026 und um 0,2 Prozentpunkte für 2027 im Vergleich zur letzten Schätzung im april dar.
Einflussfaktoren auf die Prognose
Deutschland ist als Netto-Energieimporteur von den gestiegenen Energiepreisen negativ betroffen, so der IWF. zudem profitiert das Land nur begrenzt von der KI-getriebenen Technologiekonjunktur, da es nicht zu den führenden KI-Hardware-Exporteuren zählt. Dadurch kann der Energiepreisschock weniger gut kompensiert werden.
Inflationsprognose für den Euroraum
Für den Euroraum prognostiziert der IWF eine Inflationsrate von 2,9 Prozent für 2026 und 2,3 Prozent für 2027. Die Europäische zentralbank (EZB) wird laut IWF voraussichtlich die Zinsen real konstant halten, was nominale Anhebungen bedeuten könnte. Die Kerninflation im Euroraum werde wohl erst 2028 das Ziel erreichen, später als in den USA oder Großbritannien. Steigende Energiepreise könnten die Inflationserwartungen weiter anheizen und die EZB zu einer strafferen Politik zwingen.
Weltweite Wachstumsprognose
Das weltweite Wachstum wird vom IWF für 2026 auf 3,0 Prozent und für 2027 auf 3,4 Prozent geschätzt. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Durchschnitt von 3,5 Prozent in den Jahren 2024 und 2025, bleibt jedoch im Vergleich zu den Prognosen vom April weitgehend unverändert. Die leichte Abschwächung spiegelt die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten wider, die jedoch teilweise durch eine beschleunigte, nachfragegetriebene Dynamik im globalen Technologiezyklus ausgeglichen wird, bedingt durch Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz und deren Verbreitung.



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