Laut einer Studie des industrienahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahrzehnt deutlich stärker wachsen als in der aktuellen Dekade. Die Ergebnisse wurden in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) berichtet.
Hauptteil
Prognosen
Die Studie geht davon aus,dass sich das Wachstumspotenzial zwischen 2030 und 2035 auf 0,7 Prozent pro Jahr beschleunigt. In der noch laufenden Dekade bis 2030 lag es demnach bei 0,3 Prozent. In der zweiten Hälfte der 2030er Jahre soll das Wachstumspotenzial weiter auf ein Prozent pro Jahr zunehmen.
Treiber des Wachstums
Wesentliche Gründe für den Anstieg des potenzialwachstums seien die Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von sogenannter „Künstlicher Intelligenz“ (KI). Diese Maßnahmen würden Produktivität und Effizienz steigern. Ein Wachstumsbeitrag von durchschnittlich einem halben Prozentpunkt werde zudem von zunehmendem Kapitaleinsatz erwartet. hintergrund sei der enorme investitionsbedarf beim KI-Einsatz, beim Ausbau der Energieinfrastruktur oder auch beim Klimaschutz. „Das setzt voraus, dass die seit Jahren andauernde Investitionsschwäche in Deutschland überwunden wird“, heißt es in der Studie. Um die privaten Investitionen anzukurbeln, plant die Bundesregierung kommende Woche einen internationalen investorengipfel in Berlin.
Arbeitseinsatz und Demografie
Der Wachstumsbeitrag des Arbeitseinsatzes werde in den kommenden 15 Jahren leicht negativ sein. Das deutsche Erwerbspersonenpotenzial werde demographiebedingt deutlich abnehmen. „Im Jahr 2040 werden lediglich 50,8 Millionen Personen im erwerbsfähigen Alter sein. Dies entspricht einem Rückgang von 7,7 Prozent beziehungsweise 4,3 Millionen Personen im Vergleich zum Basisjahr 2025“, so die Studie.
Hintergrund
Die Angaben stammen aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Ergebnisse wurden in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) veröffentlicht.







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