Warnung vor nordkoreanischen IT-Fachkräften
Deutschland und mehrere Länder haben eine Warnung vor nordkoreanischen IT-Fachkräften herausgegeben. Diese Fachkräfte nutzen ein Netzwerk, um sich falsche Identitäten zu beschaffen und in Remote-Arbeit Einkommen zu erzielen. Laut einer gemeinsamen Erklärung des Auswärtigen Amtes mit mehreren EU-Staaten, den USA, Kanada, Japan und Südkorea, werden die Einnahmen zur Finanzierung der nordkoreanischen Kernwaffen- und Raketenprogramme verwendet.
Bedrohung durch Cyber-Aktivitäten
Der Warnhinweis richtet sich an Länder, Unternehmen und andere akteure. Die IT-Fachkräfte geben sich häufig als Staatsangehörige anderer Länder aus, um über Online-Plattformen Arbeit zu finden. ihre Gehälter leiten sie an nordkoreanische Agenturen weiter. Zudem bedrohen sie Unternehmen von innen und sind an Datenabfluss sowie dem Diebstahl von Kryptowährungen und sensiblen Informationen beteiligt.
Internationale Maßnahmen
Ein multilaterales Sanktionsüberwachungsteam hatte bereits im Oktober 2025 einen Bericht über die Umgehung von UN-Sanktionen durch Nordkorea mittels Cyber-Aktivitäten veröffentlicht. die Bedrohung durch nordkoreanische IT-Fachkräfte wird weiterhin aktiv beobachtet und bekämpft. Laut Resolution 2397 des UN-Sicherheitsrats müssen alle VN-Mitgliedstaaten nordkoreanische Staatsangehörige, die Einkommen erzielen, nach nordkorea repatriieren. Der Abschluss von Verträgen mit diesen IT-Fachkräften könnte gegen nationale Gesetze verstoßen und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Arbeitsgruppe zur Geldwäschebekämpfung stuft Nordkorea als Hochrisiko-Land ein.
Appell an Unternehmen
In der gemeinsamen Erklärung wird gefordert, dass sich alle Länder, Unternehmen und andere Akteure eingehender mit dem nordkoreanischen IT-Fachkräfte-System befassen und Maßnahmen zur Bekämpfung ergreifen. Unternehmen, die Online-Plattformen betreiben, sollten ihre Gegenmaßnahmen verstärken, etwa durch die Verbesserung von Identitätsprüfungsverfahren und die Erkennung verdächtiger Konten.



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