Immer mehr Beschäftigte im Niedriglohnsektor armutsgefährdet

Reinigungskraft in einer U-Bahn-Station (Archiv)

Fast jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland arbeitete 2022 im Niedriglohnsektor, so die Universität Duisburg-Essen

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Niedriglohnsektor in Deutschland

Fast jeder fünfte abhängig Beschäftigte in Deutschland arbeitete im vergangenen Jahr im Niedriglohnsektor. Dies teilte die Universität Duisburg-Essen am Montag mit. Trotz des auf 12 Euro angehobenen gesetzlichen Mindestlohns verdienten rund 7,2 Millionen Menschen weniger als zwei Drittel des Medianlohns.

Armutsrisiko und Arbeitszeit

das Armutsrisiko ist unter Niedriglohnbeschäftigten besonders hoch. Im Jahr 2022 galten 22,6 Prozent von ihnen als armutsgefährdet, während die Quote unter allen abhängig Beschäftigten bei 7,3 Prozent lag. Ende der 1990er-Jahre waren nur 9,3 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten von Armut betroffen. entscheidend ist laut dem report nicht allein der Lohn, sondern vor allem die Arbeitszeit.

Betroffene Gruppen

Der Niedriglohnsektor konzentriert sich auf bestimmte Gruppen. Besonders verbreitet ist er bei Minijobs: Fast vier von fünf Minijobbern verdienen unterhalb der Niedriglohnschwelle. Auch Jüngere, Geringqualifizierte und befristet Beschäftigte sind häufig betroffen. Bei Frauen liegt der anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei 23,5 Prozent, bei ausländischen Beschäftigten bei 28,4 Prozent.

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