Warnung vor Ausweitung der Mietpreisbremse
Ifo-Präsident Clemens Fuest hat vor einer Ausweitung der Mietpreisbremse in Deutschland gewarnt. Seiner Einschätzung nach würde dies die Wohnungsnot verschärfen. „Solche Eingriffe entlasten den Wohnungsmarkt nicht, sie verschlimmern die Knappheit und verringern die arbeitsmobilität“, erklärte Fuest am Donnerstag.
Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt
Fuest betonte, dass weniger Wohnungen gebaut würden und Vermietungsmärkte auf vorgegebenen Preisniveaus eingefroren seien. Dies betreffe vor allem junge Menschen und arbeitsuchende, die für neue Jobs umziehen müssten. Mietregulierung führe laut Analysen des Ifo-Instituts dazu, dass Investitionen in Neubauten zurückgingen und die Nutzung von bestehendem wohnraum weniger flexibel werde.
Unterschiede bei Mietpreisen
Die Mieten für Neubauten liegen deutschlandweit rund 30 Prozent und in attraktiven Großstädten nahezu 50 Prozent über den Bestandsmieten.Dies mache Umzüge finanziell unattraktiv und verschärfe die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt. Ältere Menschen blieben tendenziell in zu großen Wohnungen, während junge Menschen schwierigkeiten hätten, eine Wohnung zu finden.
Forderung nach Fördermaßnahmen
Fuest spricht sich gegen weitere Verschärfungen der mietpreisbremse aus. Er fordert Maßnahmen, die den Wohnungsbau fördern und die Nutzung des Bestands verbessern, um das Wohnungsangebot und die Nachfrage langfristig in Einklang zu bringen.











