Kritik am neuen Familienticket der Bahn
Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ äußert Kritik an den Regeln für das neue Familienticket der Deutschen Bahn. Verbandschef Lukas Iffländer erklärte gegenüber der dts Nachrichtenagentur,dass die Idee zwar gut sei,die Ausführung jedoch mangelhaft. Das Angebot sei erst ab Mitte Juni buchbar und gelte nur bis Mitte September, was für viele Familien zu spät komme.
Planung des sommerurlaubs
Iffländer betonte,dass Familien ihren Sommerurlaub in der Regel bereits im Winter oder Frühjahr planen. Ferienwohnungen, Hotels, Bahnreisen ins Ausland und Mietwagen seien oft schon gebucht und bezahlt. Viele Familien hätten daher auf reguläre Spartickets zurückgegriffen, die oft teurer seien. Nun erfahren sie, dass es ein günstigeres Pauschalangebot gegeben hätte, wenn sie nur gewartet hätten. Dies führe zu Unmut.
Begrenzte Reichweite des Angebots
Das Familienticket für 99,99 Euro sei vor allem auf langen distanzen ein Schnäppchen. Doch Familien, die aus Süddeutschland ans Mittelmeer reisen möchten, profitieren nicht davon. Iffländer fordert ein vergleichbares Angebot für Verbindungen ins benachbarte Ausland, um klimafreundlichen Familienurlaub auf der Schiene zu fördern.
familienreservierung und Sitzplatzbuchung
Iffländer kritisiert auch die abgeschaffte Familienreservierung. Er begrüßt jedoch, dass beim neuen Familienticket die Sitzplatzreservierung inklusive ist. Dies sei eine Bestätigung, dass die gemeinsame Platzbuchung für Familien wichtig sei. Der Verband werde das Thema weiter gegenüber der Deutschen Bahn und dem Bundesverkehrsministerium verfolgen.
Details zum Familienticket
Bahn-Chefin Evelyn Palla hatte zuvor eine günstige Urlaubsfamilienflatrate für die Sommerferien angekündigt.Zum Pauschalpreis von 99,99 Euro können bis zu fünf Personen mit Fernverkehrszügen hin und zurück reisen. Das Angebot ist ab Mitte Juni buchbar und gilt bis zum Ende der bayerischen Schulferien Mitte September.



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