EZB hält trotz Widerständen am digitalen Euro fest

EZB (Archiv)

Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt die Einführung des digitalen Euro trotz Widerständen weiter voran. EZB-Experte Patrick Papsdorf verwies auf breite politische Unterstützung in EU-Institutionen

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EZB treibt Pläne für digitalen Euro voran

Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt die Einführung des digitalen Euro trotz Kritik aus der Finanzbranche weiter. Nach Angaben der Notenbank gibt es in den EU-Institutionen breite politische Unterstützung für das Projekt.

Politische Unterstützung und Zielsetzung

Aussagen der EZB

Patrick Papsdorf, Fachmann der EZB für den digitalen Euro, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, es gebe eine starke politische unterstützung in den EU-Institutionen. Staats- und Regierungschefs, die europäische Kommission, der Rat sowie viele Mitglieder des Europäischen Parlaments befürworteten das Projekt.

Papsdorf betonte, der digitale Euro solle das Bargeld nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Projektphase und Zeitplan

Technische Vorbereitung und Pilotprojekt

In der sogenannten Projektphase für den digitalen Euro, die im November die Vorbereitungsphase abgelöst habe, plane die EZB die technischen voraussetzungen für eine mögliche Einführung im Jahr 2029 zu schaffen.

Papsdorf kündigte an, dass 2027 ein Pilotprojekt mit ausgewählten Zahlungsdienstleistern und Händlern beginnen solle. Voraussetzung dafür sei, dass die entsprechende Regulierung im neuen Jahr in Brüssel beschlossen werde.

Kritik aus der Bankenbranche

Forderung nach Stopp des Projekts

Insbesondere aus banken gab es zuletzt Kritik an den Plänen für den digitalen Euro. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, forderte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, das Projekt zu stoppen.

Krämer schrieb, er wünsche sich, dass die pläne der EZB für einen digitalen Euro vom Europäischen Parlament gestoppt würden. die Bürger bräuchten keine zusätzlichen Konten bei der EZB,auf denen sie höchstens 2.000 oder 3.000 Euro halten dürften.

Der digitale Euro sei „eine Lösung auf der Suche nach einem Problem“. Die damit verbundenen Kosten sollten nach seiner Darstellung von den Banken getragen werden, die diese letztlich an ihre Kunden weitergeben müssten.

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