Zum Wochenstart hat der Dax einen neuen historischen Höchststand erreicht.Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Leitindex am Montag mit 24.868 Punkten berechnet. Das entspricht einem Plus von 1,3 prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Entwicklung im Dax
Besonders deutlich legten die Aktien von Rheinmetall, Infineon und Siemens Energy zu. Dagegen verzeichneten die Papiere der Autobauer Verluste. Am unteren Ende der Kursliste lagen Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz.
Einschätzungen von Marktbeobachtern
Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets, sagte, die Börse könne mit militärischen Konflikten umgehen, solange diese regional begrenzt blieben und keine Eskalationen zwischen den Weltmächten auslösten. Nach dem Angriff der USA auf Venezuela hätten die Kurse am Wochenende auf außerbörslichen Plattformen zunächst nachgegeben. Zum offiziellen Handelsstart in die erste volle Handelswoche des Börsenjahres 2025 sei dieses Thema jedoch bereits wieder abgehakt gewesen.
Investoren blickten nach den Worten Romars in die zukunft und rechneten mit einem höheren Ölangebot zu niedrigeren Preisen, sollte sich Venezuela unter amerikanischem Einfluss dem Weltmarkt wieder stärker öffnen. Das Recht des Stärkeren regiere in diesen Tagen auf der Welt, Macht werde über Moral gestellt, so Romar. Dieses Credo sei seit längerem kein Hindernis für den Aktienmarkt mehr.
Auch in Frankfurt sei der Dax mit Rückenwind von den internationalen Börsen auf ein neues Rekordhoch gesprungen und habe damit einen aus Sicht von marktbeobachtern gelungenen Start in das Börsenjahr 2025 hingelegt. Sollten die ersten fünf Handelstage erneut eine Indikation für das Gesamtjahr liefern, habe der Index mit dem aktuellen Anstieg vorgelegt. Folgen nach Einschätzung von Romar Anschlusskäufe statt Gewinnmitnahmen, stehe einem schnellen Anstieg auf 25.000 Punkte wenig im Weg. Gefragt blieben insbesondere Rüstungsaktien, Rheinmetall stach mit einem Plus von über acht Prozent hervor.
Gleichzeitig verwies Romar auf weiterhin schwache Konjunkturdaten. Komme die deutsche Wirtschaft nicht bald in Fahrt,dürfte sich ihrer einschätzung nach auch im Dax eine Begrenzung nach oben bemerkbar machen und dynamische Kursanstiege könnten rasch wieder abverkauft werden. Die jüngst veröffentlichten Indikatoren sprächen hier eine eindeutige Sprache, sagte Romar.
Währungs- und Rohstoffmärkte
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagnachmittag etwas fester. Ein Euro kostete 1,1716 US-Dollar, ein Dollar war entsprechend für 0,8535 Euro zu haben.Der Goldpreis verzeichnete deutliche Zuwächse.Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.444 US-Dollar gezahlt, ein Anstieg um 2,6 Prozent.Das entspricht einem preis von 121,94 Euro pro Gramm.
Auch der Ölpreis stieg deutlich. Ein fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 61,57 US-Dollar. Das waren 82 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.











