Dax rutscht unter 23.000er-Marke

Frankfurter Börse

Der Dax bleibt am Donnerstag bis Mittag tief im Minus

Toyota Scheidt

Dax im Minus

Der Dax bewegte sich am Donnerstag bis zum Mittag weiterhin tief im roten Bereich. Gegen 12:30 Uhr stand der Index bei 22.905 Punkten, was einem Rückgang von 2,6 Prozent gegenüber dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags entspricht. An der Spitze der kursliste standen die Deutsche Börse, RWE und Hannover Rück, während Vonovia, Infineon und Siemens Energy am Ende rangierten.

Marktanalyse

Andreas Lipkow, Chef-marktanalyst von CMC Markets, erklärte, dass sich die Stimmung auf dem Börsenparkett verschlechtert habe. Dies sei auf die abnehmende Bereitschaft institutioneller Anleger zurückzuführen, hohe Aktienquoten in ihren Portfolios zu halten. Bereits in den vergangenen Handelswochen habe sich eine grundlegende Stimmungsänderung zum großen Verfallstermin am freitag abgezeichnet. Im Vorfeld des Iran-Kriegs hätten viele institutionelle Investoren lediglich mit einem kurzen Konflikt gerechnet. Nun seien die Auswirkungen dramatischer, und der Konflikt verlagere sich auf die globale konjunkturelle Ebene.

Globale Auswirkungen

Lipkow betonte, dass der Iran bewusst wirtschaftlichen Druck ausübe, was die Pläne der USA und Israels durchkreuze. Der diplomatische Druck auf die Kriegsparteien werde insbesondere aus Asien und Europa zunehmen, da die Abhängigkeit von Energie aus dem nahen Osten schwerwiegend sei.

Inflation und Konjunktur

die Inflations- und Konjunktursorgen lasten besonders stark auf europäischen Aktien, da diese stark von Energieimporten abhängig sind. Unternehmen in den USA könnten sich aufgrund ihrer Energieträgerunabhängigkeit etwas distanzieren und von einer steigenden Effizienz durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz profitieren. Die US-Notenbank wies darauf hin, dass die verstärkte Anwendung von KI deflationäre Tendenzen auslösen könnte. Allerdings könnten Einflüsse auf den US-Immobilienmarkt und den Konsum durch freigesetzte, hochspezialisierte Arbeitnehmer entgegenwirken.

Währungs- und Rohstoffmärkte

Die europäische gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1472 US-Dollar, während ein Dollar für 0,8717 Euro zu haben war. Der Ölpreis stieg weiter stark an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 114,40 US-Dollar, was einem Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber dem Schluss des vorherigen Handelstags entspricht.

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