Bundesbank-Präsident fordert Zinserhöhung
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel spricht sich für eine Zinserhöhung in vier Wochen aus.In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ betonte er die Notwendigkeit, die hohen Energiepreise zu berücksichtigen. „Zinserhöhungen werden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsätzlich ändert“, sagte Nagel.
Inflationserwartungen und geopolitische Unsicherheiten
Nagel verwies auf gestiegene Inflationserwartungen und erklärte, dass selbst bei einem baldigen Kriegsende die Inflationsrate länger erhöht bleiben könnte als erwartet. Gründe dafür seien zerstörte Raffineriekapazitäten, verminderte Lagerbestände, gestörte Lieferketten und anhaltende geopolitische Unsicherheiten.
Preisstabilität als oberstes Ziel
Trotz Einwänden von Ökonomen, die auf die schwache Konjunktur hinweisen, verteidigte nagel seine Forderung nach höheren Zinsen. Er betonte, dass der Auftrag der Europäischen Zentralbank (EZB) die Preisstabilität sei. Langfristig sei es besser, wenn die Notenbank ihr Inflationsziel ernst nehme und die Inflationsrate mittelfristig nahe zwei Prozent halte.
Euro-Zone im Negativszenario
Nagel erklärte, dass sich die Euro-Zone in Richtung des Negativszenarios der EZB von Mitte März bewege. Bereits im Basisszenario seien zwei Zinserhöhungen berücksichtigt,da die Märkte dies im März eingepreist hatten.



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