Brasiliens Präsident Lula bezeichnet Mercosur-EU-Abkommen als eines der umfassendsten des Jahrhunderts
Größte Freihandelszone der Welt nach 25 Jahren Verhandlungen
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat das Freihandelsabkommen zwischen den Mercosur-Staaten und der Europäischen Union als eines der umfassendsten Abkommen des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Das Abkommen soll am samstag unterzeichnet werden.
Nach mehr als 25 jahren Verhandlungen entstehe damit die größte Freihandelszone der Welt, schreibt Lula in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstagsausgabe). Er betont darin sowohl die wirtschaftliche als auch die weltpolitische Dimension des Abkommens.
Zusammenarbeit zwischen Mercosur und europäischer Union
Gemeinsamkeiten trotz unterschiedlicher Sichtweisen
Lula hebt hervor, beide Blöcke hätten trotz unterschiedlicher Sichtweisen Gemeinsamkeiten gefunden. Damit zeigten Mercosur und Europäische Union nach seinen Worten, dass Zusammenarbeit wesentlich vorteilhafter und effektiver sei als Einschüchterung und Konflikt.
nur durch Zusammenarbeit zwischen Staaten und Blöcken könne Frieden gefördert, Gräueltaten verhindert und den schwerwiegendsten Auswirkungen des Klimawandels entgegengewirkt werden, heißt es in dem beitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
Positionierung in der globalen Ordnung
Antwort auf Protektionismus und politischen Extremismus
Vor dem Hintergrund zunehmenden Protektionismus und Unilateralismus schreibt Lula,das Abkommen belege,dass eine andere,aktivere,repräsentativere,inklusivere und gerechtere Weltordnung möglich sei.
Angesichts des Erstarkens des politischen Extremismus würden der Mercosur und die Europäische Union nach seinen worten beweisen, dass der Multilateralismus, der der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Vorteile gebracht habe, nach wie vor von großer Bedeutung und unverzichtbar sei.











