Felbermayr: Regimewechsel im Iran positiv für Deutschlands Wachstum

Industrieanlagen (Archiv)

Der Ökonom Gabriel Felbermayr erwartet negative wirtschaftliche Auswirkungen für Deutschland durch den Iran-Krieg. "Der Iran-Krieg führt zumindest kurzfristig zu längeren Lieferzeiten und höheren Preisen", so Felbermayr

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Wirtschaftliche Auswirkungen des Iran-Kriegs

Der Ökonom Gabriel Felbermayr, designierter Wirtschaftsweiser, sieht negative wirtschaftliche Folgen für Deutschland durch den Iran-Krieg.“Der Iran-Krieg führt zumindest kurzfristig zu längeren Lieferzeiten und höheren preisen“, sagte er der „Welt“.Besonders betroffen seien exportorientierte,energieintensive Branchen in Deutschland.

Langfristige Perspektiven

Langfristig zeigt sich Felbermayr optimistisch. Ein möglicher Regimewechsel im Iran könnte positive Effekte haben. „Wenn die Mullahs im Iran Geschichte werden und Iran wieder ein vollwertiges Mitglied der Weltgemeinschaft, wäre das für Europa und die Welt attraktiv“, so felbermayr. Der Iran habe ein großes wirtschaftliches Aufholpotenzial mit rund 90 Millionen gut ausgebildeten Einwohnern.

Wirtschaftsimpulse für Deutschland

Felbermayr erwartet im Falle eines Regimewechsels einen größeren Wirtschaftsimpuls für Deutschland als durch das Mercosur-Abkommen mit Lateinamerika. „Ein Regimewechsel im Iran kann das deutsche Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent beschleunigen“, erklärte er. Deutsche Exporteure könnten wieder direkten Zugang zum iranischen Markt erhalten. Das Mercosur-Abkommen bringe lediglich ein Wachstum von 0,1 bis 0,2 Prozent. Iran biete aufgrund seiner geografischen Nähe und Ressourcen ein größeres Potenzial.

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