Einleitung
Der Benzinpreis ist im Zuge der weiteren Eskalation im Nahen Osten auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Nach Angaben des ADAC kostete ein Liter Super E10 am Sonntag im bundesweiten Tagesschnitt 2,273 Euro. Der Dieselpreis lag demnach bei 2,404 Euro pro Liter.
Hintergrund
Die sich zuspitzende Lage im Nahen Osten sorgte am Wochenende für einen deutlich gestiegenen Ölpreis. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 10 Uhr deutscher Zeit 108,30 US-dollar. Das waren 3,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Prognose und Reaktionen
Der Anstieg der Preise an den Tankstellen könnte nach Einschätzung des Tankstellenverbandes weitergehen.“Wir werden uns damit auseinandersetzen müssen, dass wir Spritpreise um drei Euro bekommen. Und wir haben sie an den Autobahnen ja schon“, sagte der Sprecher des Interessenverbandes, Herbert Rabl, der „Rheinischen Post“.
Rabl kritisierte das Vorgehen der Mineralölkonzerne als „Unverschämtheit“. Er sagte, es werde abkassiert, und auch die tankstellenbetreiber litten unter den hohen Preisen.Als probleme nannte er die Blockade der Straße von Hormuz und den Konflikt mit den Huthis um die Meerenge Bab al-Mandab. Zugleich betonte er, der Anteil des Öls in Deutschland aus der Golfregion sei vergleichsweise gering. Da in den USA die Spritpreise gerade niedrig gehalten würden, müssten die Konzerne woanders das Geld verdienen. „Und das sei bei uns, das sei in Europa.“
Steuern
Rabl sagte weiter: „etwa die Hälfte dessen, was wir bezahlen an der Tankstelle, geht in den Steuersack.“ Eine spürbare Reduzierung der Preise lasse sich seiner Ansicht nach durch eine Mehrwertsteuerabsenkung erreichen.Als Beispiel nannte er die schweiz, wo die Besteuerung nur sieben Prozent betrage. „Und damit würden Sprit und Mobilität wie Essen, trinken, Brot und Butter besteuert.“



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