der reale Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Juli 2026 gegenüber Juni saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Auftragsbestand kalenderbereinigt um 10,9 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Donnerstag mit.
Allzeithoch und Einfluss des Sonstigen Fahrzeugbaus
Der Auftragsbestand erreichte damit abermals ein neues Allzeithoch. Dies ist überwiegend auf den hohen Auftragsbestand im Sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen. In diesem Bereich gingen zuletzt viele neue Aufträge ein. Die Fertigungsdauern sind dort vergleichsweise lang. Ohne die Berücksichtigung des sonstigen Fahrzeugbaus lag der Auftragsbestand deutlich unterhalb seines Höchststandes.
Entwicklung nach Branchen
sonstiger Fahrzeugbau
Im Sonstigen Fahrzeugbau stieg der Auftragsbestand saison- und kalenderbereinigt um 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dieser Anstieg trug wesentlich zum Gesamtergebnis bei.
Maschinenbau und Automobilindustrie
Im Maschinenbau erhöhte sich der Auftragsbestand um 0,8 Prozent. In der automobilindustrie sank der Auftragsbestand hingegen um 1,7 Prozent.
Inlands- und Auslandsaufträge
Die offenen Aufträge aus dem Inland stiegen im juli 2026 gegenüber Juni 2026 um 3,0 Prozent. Der bestand an Aufträgen aus dem Ausland war um 0,6 Prozent höher.
Nach Güterarten
Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg der Auftragsbestand zum Vormonat im Juli 2026 um 1,8 Prozent. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern nahm der Bestand um 0,6 Prozent zu. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand um 1,7 Prozent höher.
Reichweite des Auftragsbestands
Die Reichweite des Auftragsbestands stieg erstmals seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015 auf 9,0 Monate (Juni 2026: 8,9 Monate). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb sie im Vergleich zum Vormonat konstant bei 4,6 Monaten. Bei den Herstellern von investitionsgütern stieg die Reichweite auf 12,6 Monate (Juni 2026: 12,4 Monate). Bei den Herstellern von Konsumgütern blieb sie unverändert bei 4,3 Monaten.


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