Völkerrechtler lobt Stärkung des Internationalen Strafgerichtshofs

Internationaler Strafgerichtshof (Archiv)

### Lob für Deutschlands Engagement Der Kölner Völkerrechtler Claus Kreß hat das Engagement Deutschlands für die Stärkung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag hervorgehoben. ### Einsatz bei Sonderkonferenz betont In einem Gastbeitrag für den "Kölner Stadt-Anzeiger" lobte Kreß insbesondere das Verhalten Deutschlands während einer Sonderkonferenz der IStGH-Vertragsstaaten in New York in der vergangenen Woche. Deutschland habe dort "unter besonders schwierigen Bedingungen Haltung gezeigt", so der Direktor des Instituts für Friedenssicherungsrecht der Universität zu Köln

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Lob für Deutschlands Engagement beim Internationalen Strafgerichtshof

Der Kölner Völkerrechtler Claus kreß hat die rolle Deutschlands bei der weiteren Stärkung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag hervorgehoben.

Haltung bei Sonderkonferenz in New York

In einem Gastbeitrag für den „Kölner Stadt-anzeiger“ betonte Kreß, dass Deutschland während einer Sonderkonferenz der IStGH-Vertragsstaaten in New York in der vergangenen Woche „unter besonders schwierigen Bedingungen Haltung gezeigt“ habe. Die Entschließung, bis 2029 auf eine stärkere Gerichtsbarkeit über das Verbrechen des Angriffskriegs hinzuarbeiten, bezeichnete Kreß als „denkwürdige Station“ auf dem Weg zu einer effizienten internationalen Strafverfolgung.

Kritik am Widerstand einzelner Staaten

Kreß kritisierte den Widerstand einer Minderheit von Staaten, angeführt von Frankreich und Großbritannien mit Unterstützung der USA, gegen die Gleichstellung des Verbrechens der Aggression mit den drei übrigen Völkerstraftaten: Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Nach Ansicht von Kreß blieb hier die Chance ungenutzt, Doppelstandards im Völkerrecht zu beseitigen.

Ausblick auf weitere Reformen

Auch wenn es für Deutschland ein „anspruchsvolles Unterfangen“ sei, in einer frage von großer außenpolitischer Brisanz eine andere Position als Frankreich, Großbritannien oder die USA einzunehmen, äußerte Kreß die Hoffnung, dass die deutsche Diplomatie an den angestrebten Reformen weiterhin „an vorderster Front mitwirken“ werde.

Erfahrung von Claus Kreß

Claus Kreß war von 1998 bis 2017 Mitglied der deutschen Regierungsdelegationen bei den Verhandlungen zum Internationalen Strafgerichtshof. In der vergangenen Woche nahm er als wissenschaftlicher Berater der deutschen Delegation an den verhandlungen in New York teil.

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