Unionsfraktion pocht auf Pflicht-Automatismus für Wehrdienst

Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

<h3>Unionsfraktion fordert Pflicht-Automatismus beim Wehrdienst</h3> Kurz vor der geplanten Entscheidung im Bundeskabinett betont die Unionsfraktion, weiterhin auf einen verpflichtenden Automatismus beim neuen Wehrdienst zu bestehen

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Unionsfraktion fordert Pflicht-Automatismus für Wehrdienst

Kurz vor der⁢ erwarteten⁢ Beschlussfassung im Bundeskabinett hat ​die Unionsfraktion angekündigt, weiterhin für eine grundlegende Veränderung‍ des neuen ‍Wehrdienstes eintreten zu wollen. Der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Erndl (CSU), erklärte gegenüber dem „Tagesspiegel“, dass es in Ordnung sei, wenn‍ das Kabinett den Gesetzentwurf in der ​aktuellen Form beschließe, ‌um keine Zeit ‍zu verlieren.

Nachbesserungsbedarf im Bundestag

Erndl betonte, dass die Unionsfraktion den Gesetzentwurf im Bundestag nicht ohne deutliche Änderungen ‌passieren lassen werde. Man werde ‍im parlamentarischen Verfahren⁣ auf den aus Sicht‌ der⁢ Fraktion ‍bestehenden Nachbesserungsbedarf bestehen.

Forderung nach Automatismus ‍bei Wehrdienst

Im Gegensatz zum Vorschlag von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ⁢verlangen ⁤die Abgeordneten von CDU und CSU einen⁣ vorsorglichen Automatismus für​ den Fall, dass das Freiwilligenmodell nicht ausreichend​ attraktiv ist. Nach dem Vorbild des schwedischen Modells, auf das‍ sich die Parteien⁢ im ‍Koalitionsvertrag ​verständigt haben, soll im Gesetz ein fließender Übergang zur verpflichtenden Einberufung festgelegt‌ werden, ⁣falls die angestrebten Zahlen auf freiwilliger Basis⁢ nicht erreicht werden.

Bundeswehr soll Personalbedarf klar benennen

Erndl widersprach ⁣dem Argument von Pistorius und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), wonach die Bundeswehr ⁤nicht‌ über genügend Ausbilder und Kasernen ‌für ‌eine herkömmliche Wehrpflicht verfüge.⁤ Die Bundeswehr⁢ solle angeben,⁣ wie viel ‌Personal sie benötige, um​ ihre Aufgaben zu erfüllen, und diese‌ Zahl dann auch ‌garantiert bekommen – nicht mehr, aber auch nicht​ weniger. Die unionsfraktion wolle⁢ keinen ganzen Jahrgang⁣ junger Männer einziehen.

Erwartete Abschreckungswirkung durch ‌Aufstockung

Die Unionsfraktion verspricht sich von einer garantierten ​personellen Aufstockung der Bundeswehr eine zusätzliche Abschreckungswirkung⁤ in einer besonders ernsten Lage. ⁣Die Bundeswehr sehe die Zeit, in der ihre volle Einsatzbereitschaft noch nicht wiederhergestellt sei, als‌ besonders ​bedrohlich an. Diese Analyze fließe in die Position der Fraktion zum Wehrdienst mit ‍ein.

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