Union dämpft Erwartungen an Long-Covid-Forschungsförderung

Kampagnenplakat des Bundesgesundheitsministeriums (Archiv)

Florian Müller (CDU), forschungspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, warnt vor überzogenen Erwartungen an die 500 Millionen Euro Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid. "Grundlagenforschung braucht Zeit und Ausdauer", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland

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Warnung vor überzogenen Erwartungen

Florian Müller (CDU), forschungspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, hat vor zu hohen Erwartungen an die 500 millionen Euro umfassende Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid gewarnt. „Grundlagenforschung braucht Zeit und Ausdauer“,sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er betonte, dass konkrete Ergebnisse nicht in ein oder zwei Jahren erwartet werden können, die den Betroffenen sofort helfen.

Signalwirkung und Anerkennung

Müller erwartet durch die Ankündigung der Forschungsförderung einen Mentalitätswechsel in der Gesellschaft. „Wir zeigen ganz klar, dass wir das Leid der Betroffenen ernst nehmen“, sagte er. Die Bündelung der Kräfte in Wissenschaft und Industrie solle auch die Anerkennung dieser Krankheiten in der Gesellschaft fördern.

Leid der Betroffenen

„Postinfektiöse Erkrankungen verursachen unfassbares Leid“, so Müller. Besonders problematisch sei die Hilfslosigkeit der Betroffenen, da die Erkrankung oft nicht ernst genommen werde. Müller betonte die Notwendigkeit, das Vertrauen in staatliche Institutionen zurückzugewinnen.

Details zur Forschungsinitiative

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) wird am Freitag details der „Nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ vorstellen. In Deutschland leiden schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen an Long Covid und Myalgischer Enzephalomyelitis (ME/CFS). Betroffene lehnen die Begriffe „Chronisches Erschöpfungssyndrom“ und „Chronisches Müdigkeitssyndrom“ teilweise ab, da sie als verharmlosend empfunden werden.

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