Unesco beklagt wachsende Bildungsungerechtigkeit

Kinder in einer Schule (Archiv)

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen ohne Zugang zu Bildung ist weltweit auf 273 Millionen gestiegen

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Weltweite Bildungskrise

die Zahl der Kinder und Jugendlichen ohne Zugang zu Bildung ist im siebten Jahr in Folge gestiegen und liegt nun bei 273 Millionen.Dies geht aus dem neuen Weltbildungsbericht der Unesco hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Jedes sechste Kind weltweit ist von Bildung ausgeschlossen, und nur zwei von drei Jugendlichen schließen die Sekundarschule ab. Hauptgründe sind Bevölkerungswachstum, Krisen und sinkende Bildungsetats.

Reaktionen und Maßnahmen

Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, bezeichnete den Bericht als Weckruf. Sie betonte die Verpflichtung Deutschlands, Benachteiligungen früh abzubauen und öffentliche Mittel gezielt einzusetzen. In Deutschland erreicht ein erheblicher Teil der Jugendlichen keinen Abschluss der Sekundarstufe II oder einen Berufsabschluss. Initiativen wie das „Startchancen-Programm“ unterstützen Schulen mit besonderen Herausforderungen.

Regionale Herausforderungen

Besonders dramatisch ist die Situation in konfliktbetroffenen Regionen. Dort lebt mehr als jedes sechste Kind unter Bedingungen, die den Schulbesuch erschweren oder unmöglich machen. Millionen Kinder werden in offiziellen Statistiken nicht erfasst.

Fortschritte und Strategien

Trotz der Herausforderungen zeigt der Bericht Fortschritte. Seit 2000 ist die Zahl der Schüler in Primar- und Sekundarschulen weltweit um 327 Millionen gestiegen. Einige Länder konnten den Anteil der Kinder ohne Schulzugang senken. Der Bericht betont die Notwendigkeit politischer Strategien,die an Lebensrealitäten angepasst sind und benachteiligte Gruppen erreichen.

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