Umweltminister will CO2-Ausstoß für Chemieindustrie billiger machen

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Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) plant, der Chemieindustrie im CO2-Emissionshandel mehr kostenlose Zertifikate zuzuweisen

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Bundesumweltminister plant mehr kostenlose CO2-Zertifikate ⁤für Chemieindustrie

Bundesumweltminister Carsten​ schneider⁤ (SPD) plant, der Chemieindustrie im CO2-Emissionshandel mehr kostenlose Zertifikate zuzuweisen als ursprünglich vorgesehen. „Ich setze ⁣mich in Brüssel für ⁤realistischere Maßstäbe für die Zuteilung kostenloser Emissionsrechte ein“, sagte Schneider dem „handelsblatt“. Die ‌Chemiebranche stehe unter internationalem Druck,was ⁤ernst genommen‍ werde.

Emissionshandel⁢ als wirtschaftliches Instrument

Schneider betonte, ​der Emissionshandel⁤ habe als marktwirtschaftliches Instrument erfolgreich Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke verbunden.⁢ Wichtig sei, die ⁢Rahmenbedingungen so zu⁤ gestalten, dass Deutschland ⁣und Europa starke Chemiestandorte bleiben.

Gespräche mit der EU-Kommission

Das Ministerium teilte mit, Schneider‍ habe sich an die EU-Kommission gewandt, um schnell Lösungen zu erreichen.Gespräche mit Vertretern von Unternehmen, Verbänden‌ und Gewerkschaften aus der Chemiebranche seien vorausgegangen. Die Position gegenüber Brüssel ⁣sei ​gemeinsam ⁢mit der Bundesregierung entwickelt worden. Ziel sei es, ‍ein attraktives Produktions- und Investitionsumfeld zu ‌schaffen und Verlagerungen von Emissionen ins Ausland zu verhindern.

Hintergrund des CO2-Emissionshandels

Die CO2-Emissionshandelssysteme gelten⁤ als wichtigste Klimaschutzinstrumente der EU. Sie begrenzen die Menge der CO2-Zertifikate und damit⁤ die erlaubten Emissionen. Ab diesem Jahr soll die kostenlose Zuteilung stark verringert werden. Eine Erhöhung der Zertifikate für ⁢die Chemiebranche könnte den Druck auf andere⁤ Branchen erhöhen, ‍da die ⁣Gesamtmenge an erlaubten Emissionen gleichbleibt.

Finanzierung von Klimaschutzprojekten

die Einnahmen des CO2-Emissionshandels fließen in Deutschland in den⁤ Klima- und Transformationsfonds. Dieser finanziert den ‍Ausbau erneuerbarer Energien, Elektromobilität, energetische⁢ Gebäudesanierung, ⁢Wasserstoffprojekte und⁢ klimafreundliche Industrieprozesse. Geringere ‍Einnahmen bedeuten ​auch geringere Fördermittel.

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